WM-Qualifikation Schweiz und Belgien schaffen WM-Teilnahme

Neben der DFB-Auswahl haben auch die Schweiz und Belgien vorzeitig die Teilnahme an der WM-Endrunde perfekt gemacht. Zlatan Ibrahimovic zerstörte den österreichischen Traum. England ist hingegen wieder auf Kurs. Portugal blamiert sich.
Trainer Hitzfeld (l.): WM-Teilnahme perfekt

Trainer Hitzfeld (l.): WM-Teilnahme perfekt

Foto: GENT SHKULLAKU/ AFP

Hamburg - Das Teilnehmerfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien nimmt langsam Formen an. Nachdem sich die Niederlande und Italien bereits vor Wochen qualifiziert hatten, folgten nun neben der deutschen Nationalmannschaft auch Belgien und die Schweiz.

Die vom ehemaligen Schalker Marc Wilmots trainierten Belgier gewannen in Zagreb gegen Verfolger Kroatien 2:1 (2:0). Matchwinner war Romelu Lukaku vom FC Everton, der mit seinen beiden Treffern der Held des Abends war. Nach dem achten Sieg im neunten Qualifikationsspiel ist Belgien die erste Teilnahme an einer WM-Endrunde seit zwölf Jahren nicht mehr zu nehmen.

Auch die Schweiz wird kommenden Sommer nach Brasilien reisen. Die Auswahl von Trainer Ottmar Hitzfeld gewann unter anderem durch einen Treffer von Bayern-Profi Xherdan Shaqiri in Albanien 2:1 (0:0) und kann in der Gruppe E vor dem letzten Spieltag nicht mehr von der Spitze verdrängt werden. Mit sechs Siegen und drei Unentschieden ist die Hitzfeld-Elf zudem weiterhin ungeschlagen.

Den Traum von der Weltmeisterschaft begraben muss hingegen Österreich. Die Auswahl von Trainer Marcel Koller unterlag in Schweden 1:2 (1:0) und hat damit keine Chancen mehr, den zweiten Platz hinter der DFB-Elf zu erreichen. Das Team um Superstar Zlatan Ibrahimovic, der erst kurz vor Schluss den Siegtreffer für die Skandinavier erzielte, wird damit die Gruppe C auf Rang zwei beenden.

Wieder beste Chancen auf das WM-Ticket hat hingegen England. Dank eine 4:1-Sieges gegen Montenegro hat die Mannschaft von Trainer Roy Hodgson die Tabellenführung mit einem Zähler Vorsprung vor der Ukraine (1:0 gegen Polen) verteidigt. Mit einem Sieg im abschließenden Heimspiel gegen Polen, das durch die Niederlage in der Ukraine keine Chancen mehr hat, können die Engländer damit aus eigener Kraft die WM-Teilnahme schaffen.

Die bereits sicher qualifizierten Niederländer machten aus dem Heimspiel gegen Ungarn ein regelrechtes Volksfest: Beim 8:1 (4:0)-Erfolg der Mannschaft von Trainer Louis van Gaal traf Superstar Robin van Persie von Manchester United dreifach und Bayern-Profi Arjen Robben sowie Rafael van der Vaart vom Hamburger SV je einmal. Die bereits ebenfalls als Teilnemher feststehenden Italiener kamen in Kopenhagen zu einem 2:2 (1:1) gegen Dänemark.

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Gruppensieg liefern sich in der Gruppe G Bosnien-Herzegowina und Griechenland. Die Bosnier gewannen 4:1(4:0) gegen Liechtenstein, die Griechen 1:0 (1:0) gegen die Slowakei, damit liegen beide Nationen vor dem letzten Spieltag mit je 22 Zählern gleichauf an der Spitze.

Portugal droht mal wieder die direkte Teilnahme an einer Turnier-Endrunde zu verpassen. Die Auswahl um Superstar Cristiano Ronaldo kam in Lissabon nicht über ein 1:1 (1:0) gegen Israel hinaus. Damit kann Russland nach einem 4:0 (3:0)-Sieg gegen Luxemburg nur noch theoretisch von der Spitze verdrängt werden: Die Russen müssten in Aserbaidschan verlieren, Portugal gleichzeitig gegen Luxemburg gewinnen und in Sachen Tordifferenz sieben Treffer aufholen.

Spanien ist nach einem 2:1 (0:0)-Zittersieg auf Mallorca gegen Weißrussland nur noch einen kleinen Schritt von der Endrunde entfernt. Der Welt- und Europameister hat vor dem letzten Spieltag drei Punkte Vorsprung vor den spielfreien Franzosen - in Albacete empfangen die Spanier am Dienstag Georgien.

Kennen Sie unsere Newsletter?
Foto: SPIEGEL ONLINE
tpr
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.