Probleme beim WM-Stadionbau Blatter attackiert deutsche Firmen

Bisher hatte der Fifa-Präsident stets den brasilianischen WM-Gastgebern aufgrund "jahrelanger Untätigkeit" die Schuld am schleppend verlaufenden Stadionbau gegeben. Nun macht Joseph Blatter auch deutsche Firmen verantwortlich.
Fifa-Präsident Blatter: Auch deutsche Firmen für Bauverzögerungen bei der WM verantwortlich

Fifa-Präsident Blatter: Auch deutsche Firmen für Bauverzögerungen bei der WM verantwortlich

Foto: Walter Bieri/ AP/dpa

Hamburg - Fifa-Präsident Joseph Blatter führt die Verzögerungen beim Stadionbau für die Weltmeisterschaft in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) auch auf ein Versagen deutscher Unternehmen zurück. "Die Arbeitsorganisation ist schlecht. Das hat nichts mit dem Fußball zu tun. Die großen Unternehmen, vor allem aus Deutschland und Frankreich, sind verantwortlich", sagte der Präsident des Fußball-Weltverbands dem französischen TV-Sender "BeIN Sports". Um welche Firmen es sich konkret handeln soll, sagte der 78-Jährige allerdings nicht.

Damit attackierte Blatter in Zusammenhang mit den Problemen beim WM-Gastgeber erstmals nicht-brasilianische Einrichtungen. In Brasilien ist es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Verzögerungen beim Bau von Stadien und dem Errichten einer modernen Infrastruktur gekommen. Anfang des Monats hatte der Fifa-Boss die Verspätungen noch auf "die jahrelange Untätigkeit der Brasilianer seit der Vergabe der WM" zurückgeführt.

Trotz seiner Unzufriedenheit mit dem schleppenden Verlauf der Bauarbeiten hat Blatter früher auf ähnliche Probleme bei der Errichtung von Arenen für WM-Endrunden verwiesen: "Es ist nicht das erste Mal, dass wir erst in den letzten Tagen fertig werden", hatte er gesagt - und an die noch 24 Stunden vor der Eröffnung nicht abgeschlossenen Arbeiten am Olympiastadion in Rom beim WM-Turnier 1990 in Italien erinnert.

tpr/sid
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