Brasilien 2014 Fifa kritisiert schleppenden Stadionbau für WM

Der Umbau des legendären Maracanã kostet Unsummen - nun machen auch die restlichen Stadien im WM-Gastgeberland Brasilien negative Schlagzeilen. Es erscheint fraglich, ob die Arenen pünktlich fertig werden. Der Weltverband Fifa ist besorgt.

Maracanã-Stadion: Kosten steigen weiter an
AP/dpa

Maracanã-Stadion: Kosten steigen weiter an


Hamburg - Die Sorge um den Zustand der WM-Stadien für das Turnier 2014 in Brasilien wächst. "Die technischen Teams der Fifa und des lokalen Organisationskomitees haben die strenge Überwachung der Arbeiten an allen verbliebenen sechs WM-Stadien verstärkt - nicht nur in São Paulo", hieß es in einer Mitteilung des Fußball-Weltverbandes an die amerikanische Nachrichtenagentur AP.

Zuvor hatten die WM-Planer in São Paulo von Schwierigkeiten berichtet, die Arena bis zum Übergabetermin im Dezember 2013 fertigzustellen. In dem Stadion soll am 12. Juli 2014 das WM-Eröffnungsspiel stattfinden. Probleme bereitet offenbar die zusätzliche Bestuhlung der beinahe 70.000 Plätze.

"Die Fifa ist sicherlich besorgt, da es elementar ist, dass die strenge Frist bis Dezember 2013 eingehalten wird", hieß es vom Weltverband. Bis Ende des Jahres müssen die Arenen in São Paulo, Porto Alegre, Curitiba, Cuiaba, Manaus und Natal fertig sein.

Bereits in diesem Sommer werden beim Confederations Cup die WM-Stadien in Rio de Janeiro, Brasilia, Salvador, Belo Horizonte, Recife und Fortaleza einem Praxistest unterzogen. Die Fifa-Frist zur Fertigstellung war hier nur in Belo Horizonte und Fortaleza eingehalten worden.

Am Dienstag war bekannt geworden, dass das legendäre Maracanã immer teurer wird. Die Regierung des Bundeslandes Rio de Janeiro hatte verkündet, dass für den Umbau weitere umgerechnet 75,8 Millionen Euro benötigt werden. Damit belaufen sich die Gesamtkosten des erst 2007 renovierten Stadions auf rund 425 Millionen Euro. Bei Baubeginn 2010 waren nur knapp 228 Millionen Euro veranschlagt worden.

chp/dpa/AP



insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
henson999 08.05.2013
1. Grossprojekte
Gibt es eigentlich irgendwo auf der Welt ein Beispiel für ein Großprojekt, dass wirklich nur so viel gekostet hat, wie am Anfang veranschlagt wurde?
dani216 08.05.2013
2. Da haben die Brasilianer mit
Zitat von sysopAP/dpaDer Umbau des legendären Maracanã kostet Unsummen - nun machen auch die restlichen Stadien im WM-Gastgeberland Brasilien Schlagzeilen, negativer Art. Es erscheint fraglich, ob die Arenen pünktlich fertig werden. Der Weltverband Fifa ist besorgt. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-wm-2014-fifa-sorgt-sich-um-fertigstellung-der-stadien-a-898667.html
dem Maracana-Stadion doch tatsächlich das, was Hamburg mit der Elbphil hat. Naja, noch nicht ganz, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich dachte, sowas gäb's nur in Deutschland.
stefansaa 08.05.2013
3.
Zitat von henson999Gibt es eigentlich irgendwo auf der Welt ein Beispiel für ein Großprojekt, dass wirklich nur so viel gekostet hat, wie am Anfang veranschlagt wurde?
Ist doch wieder einmal viel Wind um nichts. In Afrika war man besorgt, in Polen/Ukraine war man besorg, in Japan/Südkorea war man besorgt....immer die gleiche Panikmache. Die Stadien werden rechtzeitig fertig. Dessen bin ich mir sicher. Im Zweifelsfall sollte es in Brasilien genügend Fußballstadien als Ausweichsmöglichkeit geben.
gekkox 08.05.2013
4. @henson999
Die Olympischen Spiele in London - die waren sogar billiger.
eschbaum 08.05.2013
5. Vergleichbar: Allianz Arena München
... diese wurde on-time und on-budget fertig gestellt. Natürlich erwarte ich jetzt Feedback zu den steuerlichen Machenschaften des Uli H. die damit zu tun haben, daß dies planmäßig durchgeführt wurde.,
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.