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WM-Team Iran: Ohne Stars zum Erfolg

Foto: Bilal Hussein/ AP/dpa

WM-Team Iran Zwei Absteiger sind die Hoffnungsträger

Das iranische Team hat keine namhaften Spieler, erhofft sich aber trotzdem das Erreichen des Achtelfinales. Bundesliga-Absteiger Daniel Davari ist Keeper, Fulhams Ashkan Dejagah soll Tore erzielen. Die Nationalmannschaft Irans im Porträt.

Dies ist die 20. Folge der SPIEGEL-ONLINE-Serie: WM-Teams im Porträt. Bis zum Start der Weltmeisterschaft am 12. Juni stellen wir jeden Tag einen Teilnehmer vor.

Das Team
Die iranische Nationalmannschaft geht als Außenseiter in die Fußball-Weltmeisterschaft. Das Team des portugiesischen Trainers Carlos Queiroz qualifizierte sich in Asien zwar vor dem Favoriten aus Südkorea, dürfte aber wenige Chancen auf das Achtelfinale haben. Queiroz' Hauptaugenmerk liegt auf einer funktionierenden Defensive. In der Qualifikation kassierte Iran in acht Spielen nur zwei Gegentore. Der 18 Jahre alte Stürmer Sardar Azmoun vom russischen Erstligisten Rubin Kasan gilt als Jahrhunderttalent. Zu stark werden in der Gruppe F aber wohl die argentinische Nationalmannschaft um Superstar Lionel Messi sowie das Team Bosnien-Herzegowinas sein.

Die Stars
Der ehemalige Bundesliga-Spieler Ashkan Dejagah, gemeinsam mit Felix Magath und dem FC Fulham in die zweite englische Liga abgestiegen, ist einer der größeren Namen im iranischen Aufgebot. Bundesliga-Beobachtern wird auch der bisherige Torhüter von Eintracht Braunschweig, Daniel Davari, ein Begriff sein. Toptorjäger ist Reza Ghoochannejhad vom englischen Zweitligisten Charlton Athletic, der in der WM-Qualifikation achtmal traf. Er durchlief die Jugendnationalteams der Niederlande, wo er aufwuchs.

Der Trainer
Carlos Queiroz' Vereinsvita liest sich gut: Trainer bei Real Madrid und Kotrainer bei Manchester United. International feierte der Portugiese zudem mit Südafrika 2002 die WM-Qualifikation, trat vor dem Turnier allerdings wegen eines Streits mit dem Sportdirektor zurück. 2010 führte er Portugal zur WM. Aufgrund einer Beleidigung von Dopingkontrolleuren wurde Queiroz anschließend allerdings für sechs Monate von der nationalen Anti-Doping-Agentur (ADoP) gesperrt und vom portugiesischen Verband entlassen. Dafür erreichte er mit der Qualifikation Irans als erster portugiesischer Coach zwei Weltmeisterschaften in Folge.

WM-Gegner
Iran spielt zwar in einer ausgeglichenen Gruppe - abgesehen von Argentinien. Die Qualifikation für das Achtelfinale dürfte trotzdem schwierig werden. Zum Auftakt treffen die Iraner am 16. Juni auf Nigeria (21 Uhr MESZ). Anschließend kommt es zum Duell mit den favorisierten Argentiniern am 21. Juni (18 Uhr), zum Schluss geht es am 25. Juni (18 Uhr) gegen Bosnien-Herzegowina.

WM-Historie
Iran nimmt in Brasilien zum vierten Mal an einer Weltmeisterschaft teil. Bei allen bisherigen WM-Teilnahmen schied die Mannschaft bereits in der Vorrunde aus und holte lediglich fünf Punkte.

WM-Duelle gegen Deutschland
Einmal traf Iran bisher während einer WM auf das DFB-Team: beim Turnier 1998 in Frankreich in der Vorrunde. Der heutige DFB-Manager Oliver Bierhoff und US-Trainer Jürgen Klinsmann erzielten die Tore für Deutschland beim 2:0 in Montpellier.

Die WM-Teilnehmer im Porträt

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zaf
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