Fußball-WM 2014 Pelé lehnte Angebot als Losfee ab

Schwere Gegner für Brasilien und er ist womöglich schuld? Nein danke, dachte sich Pelé, und will bei der Auslosung der WM-Gruppen nicht als Pate fungieren. Die brasilianische Fußballlegende soll aber eine noch geheime Sonderrolle bei der Zeremonie bekommen.
Fußball-Legende Pelé: Geheime Sonderrolle bei der Auslosung

Fußball-Legende Pelé: Geheime Sonderrolle bei der Auslosung

Foto: NELSON ALMEIDA/ AFP

Hamburg - Brasiliens Fußballlegende Pelé hat eine Einladung von Staatschefin Dilma Rousseff ausgeschlagen, Lospate des Landes bei der Ziehung der WM-Gruppen am Freitag (17 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) zu werden. Der 73-Jährige begründete seine Entscheidung damit, dass er nicht für eventuelle schwierige Gruppengegner Brasiliens verantwortlich sein wolle.

"Ich fühle mich nicht wohl dabei, einen Ball zu ziehen, und plötzlich ist der Weg Brasiliens ungünstig", sagte Pelé. Der dreimalige Weltmeister gehört damit nicht zu den acht Lospaten, die Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke assistieren. Allerdings soll ihm bei der Auslosung in Costa do Sauípe eine noch geheimgehaltene Sonderrolle zufallen. "Was ich zurzeit sagen kann, ist, dass wir für Pelé für die Auslosung etwas Besonderes bereithalten. Einen Wow-Moment", sagte Luiz Gleiser, der für die Show-Elemente Verantwortliche vom TV-Sender Globo.

Die Kugeln mit den Losen werden von acht Legenden der bisher acht Fußball-Weltmeister gezogen. Lothar Matthäus (Deutschland), Cafú (Brasilien), Zinedine Zidane (Frankreich), Alcides Ghiggia (Uruguay), Fabio Cannavaro (Italien), Geoff Hurst (England), Mario Kempes (Argentinien) sowie Fernando Hierro als Repräsentant Spaniens, dessen Weltmeister von 2010 alle noch aktiv sind.

WM-Teilnehmer 2014

EUROPA (13 Teilnehmer)
- Belgien (Sieger Gruppe A)
- Italien (Sieger Gruppe B)
- Deutschland (Sieger Gruppe C)
- Niederlande (Sieger Gruppe D)
- Schweiz (Sieger Gruppe E)
- Russland (Sieger Gruppe F)
- Bosnien-Herzegowina (Sieger Gruppe G)
- England (Sieger Gruppe H)
- Spanien (Sieger Gruppe I)

Durch die Playoffs:
- Portugal
- Frankreich
- Griechenland
- Kroatien

SÜDAMERIKA (6 Teilnehmer)
- Brasilien (Gastgeber)
- Argentinien (Gruppensieger)
- Kolumbien
- Chile
- Ecuador
- Uruguay

NORD- und MITTELAMERIKA und KARIBIK (4 Teilnehmer)
- USA (Gruppensieger)
- Costa Rica
- Honduras
- Mexiko

AFRIKA (5 Teilnehmer)
- Nigeria
- Elfenbeinküste
- Kamerun
- Ghana
- Algerien

ASIEN (4 Teilnehmer)
- Iran (Sieger Gruppe A)
- Japan (Sieger Gruppe B)
- Australien (2. Gruppe B)
- Südkorea (2. Gruppe A)



ham/sid/dpa

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