Fußball-WM 2018 Lärmschutzregeln für Public Viewing sollen gelockert werden

Das Bundeskabinett setzt sich für Fußballfans ein: Die Minister haben für eine Lockerung der deutschen Lärmschutzregeln während des Turniers in Russland gestimmt.
Fußballfans beim Public Viewing der EM 2016 in Frankfurt

Fußballfans beim Public Viewing der EM 2016 in Frankfurt

Foto: Boris Roessler/ dpa

Um das abendliche Public Viewing während der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 zu ermöglichen, sollen im Sommer wieder die deutschen Lärmschutzregeln gelockert werden. Das Bundeskabinett hat einer entsprechenden Verordnung zugestimmt, die die Open-Air-Übertragung der WM-Spiele auf Großleinwänden auch nach 22 Uhr erlaubt.

"Das gemeinschaftliche Fußballgucken unter freiem Himmel gehört zu Welt- und Europameisterschaften einfach dazu", sagte SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks. "Mitjubeln auch nach 22 Uhr", schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter zu dem Beschluss. Normalerweise ist ab dann allenfalls Lärm bis zu 55 Dezibel erlaubt.

Weil diese Marke beim öffentlichen Fußballgucken auf Fanmeilen und in Biergärten meist überschritten wird, gibt es seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bei großen Turnieren regelmäßig eine Ausnahmeregelung.

Mit dem Kabinettsbeschluss können Gaststättenbetreiber und Eventveranstalter nun zumindest etwas besser planen. Im Einzelfall liegt die Entscheidung aber weiter bei der jeweiligen Kommune, die zwischen dem öffentlichen Interesse am Fußballgucken und dem Schutz der Nachtruhe abwägen muss.

Auch der Bundesrat muss der Verordnung, die nach dem Endspiel wieder außer Kraft tritt, noch zustimmen. Dies gilt allerdings als sicher. Die WM in Russland beginnt am 14. Juni, das Finale wird am 15. Juli ausgetragen.

Otkrytie-Arena in Moskau

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Foto: SERGEI KARPUKHIN/ REUTERS
apr/dpa/AFP
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