Sparmaßnahmen zur WM 2018 Kahn und Welke fahren offenbar nicht nach Russland

Die Fußballexperten Oliver Kahn und Oliver Welke werden laut einem Medienbericht zur WM 2018 nicht live aus Russland berichten, sondern aus einem Studio in Baden-Baden.

Kahn und Welke im März 2014
AFP

Kahn und Welke im März 2014


ARD und ZDF wollen bei der Berichterstattung von der Fußball-WM 2018 in Russland offenbar sparen. "Wir werden das Turnier mit deutlich reduziertem Personal und Kosten fahren, ohne an journalistischer Qualität einzubüßen", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky der "Bild"-Zeitung.

Eine der Sparmaßnahmen betrifft dem Bericht zufolge Oliver Kahn und Oliver Welke. Die beiden hatten bei der Weltmeisterschaft 2014 in Rio de Janeiro noch vom Terrassendach am Strand aus die Spiele begleitet. Bei der kommenden WM werden sie offenbar in Deutschland bleiben.

"Olli und Olli werden diesmal ihrer Tätigkeit in Baden-Baden nachgehen", sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann der Zeitung. In der Stadt sollen während der Endrunde ein gemeinsames Studio und die Sendezentrale beheimatet sein. So war es bereits beim Confed Cup.

Die WM findet vom 14. Juni bis zum 15. Juli in Russland statt. Der einstige Welttorhüter Oliver Kahn hatte seine aktive Fußballkarriere im Jahr 2008 beendet. Seitdem arbeitet er unter anderem als ZDF-Kommentator. Auf seiner Website heißt es: "Auch die WM 2018 in Russland wird er als Kommentator, der Klartext spricht, begleiten."

aar/sid



insgesamt 12 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
lsdeep2000@aol.com 05.09.2017
1. wohl auch nicht so schlimm
man kann bei heutigen technischen moeglichkeiten ein spiel auch aus dem deutschen studio kommentieren. dazu muss man nicht bei ortsueblichen hotelpreisen und getraenken auf dachterasse/ in vip lounge vor ort sitzen, ich bin sicher da sind dann immer noch leute die tatsaechlich arbeiten und live interviews etc. durchfuehren vor ort, wenn man ueberall mal anfaengt ein wenig auf den boden zu kommen gehen die absurden gebuehren fuer funk und fernsehen evtl auch mal wieder abwaerts!
mwroer 05.09.2017
2.
Okay, warum Kommentatoren und Analysten unbedingt vor Ort sein müssen erschließt sich mir ohnehin nicht so ganz - es sei denn sie sind wirklich im Stadion und sehen das ganze Spiel, auch abseits der Fernsehbilder. Studio in Deutschland oder Terrasse am Strand macht denke ich in der Tat keinen Unterschied.
C-Hochwald 05.09.2017
3. In allen Firmen wird gespart
Dies ist eine weitere gute Nachricht für uns Gebührenzahler, nachdem das ZDF auch die Champions-League Übertragungen ab 2018 einstellt. Auch in Konzernen (so auch bei meinem AG) haben sich die Reiserichtlinien geändert, um Zeit und Geld zu sparen. Für die Spielberichterstattung gibt es vor allem EIN Qualitätskriterium; das Spiel selbst. Alles andere ist Beiwerk, Sendezeitfüllprogramm, und wie bei fast jedem Spiel viel heisse Luft um nichts. Wenn dann vor oder nach einem Spiel endlos über vergangene Begegnungen oder fragwürdige Schiri-Entscheidungen schwadroniert wird, dann kann man das auch vom Remote-Studio machen. Für den Zuschauer ändert sich rein gar nichts. Ob man den Jogi dann live zuschaltet oder im Studio hat; egal; für den Fernsehzuschauer ist er in beiden Fällen nur ein elektronisch erzeugtes Bild.
NeverEverClever 05.09.2017
4. Hat einen anderen Grund
Es ist wahrscheinlicher, dass das ZDF realisiert hat, dass Herrn Welke nach Russland zu schicken sehr gefährlich ist, da sich Putin und Konsorten nicht so mit Satire vertragen und ihm die Heute Show Übel nehmen könnten. Da man dies aber nicht so offen sagen kann, gibt es halt die Ausrede mit den Einsparungen.
bauausdo 05.09.2017
5. Museumsreif?
Wie wäre ein öffentlich-rechtliches Studio im DFB-Museum in Dortmund mit Publikum? Kulisse passt, gut erreichbar und Public Viewing vor der Haustür.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.