Sieg gegen Argentinien England zieht dank Taylor ins WM-Achtelfinale ein

Trotz einer herausragenden argentinischen Torhüterin hat sich England fürs WM-Achtelfinale qualifiziert. Sogar einen Elfmeter ließen die Three Lionesses beim knappen Sieg liegen.

Jodie Taylor traf zur Führung
Peter Powell /EPA-EFE/REX

Jodie Taylor traf zur Führung


England hat sich vorzeitig für die Runde der letzten 16 Teams bei der Fußball-WM in Frankreich qualifiziert. Jodie Taylor (61.) schoss ihr Nationalteam zum 1:0-Sieg gegen Außenseiter Argentinien. England führt die Gruppe C mit sechs Punkten an und kann nicht mehr von den mit einem Punkt auf dem dritten Platz liegenden Südamerikanerinnen (1) überholt werden. Im letzten Gruppenspiel gegen den Zweiten Japan geht es für England um den Gruppensieg (19. Juni, 21 Uhr Liveticker bei SPIEGEL ONLINE).

Wie beim überraschenden 0:0 im Auftaktspiel gegen Japan wählte Argentinien eine sehr defensive Taktik. Der 37. der Weltrangliste überließ England von Beginn an das Spiel. Die Three Lionesses versuchten, die gegnerischen Reihen auseinanderzuziehen und über die Außenbahnen in den Strafraum einzudringen. Erstmals gelang das, als Lucy Bronze mit einer Flanke von der rechten Seite Jill Scott bediente (13.), deren Kopfball Torhüterin Vanina Correa aber festhielt.

Correa pariert einen Elfmeter

Wirklich brisant wurde es eine Viertelstunde später: Alex Greenwood dribbelte mit dem Ball durch den argentinischen Strafraum und wurde von Ruth Bravo umgegrätscht (28.). Schiedsrichterin Qin Liang entschied richtigerweise auf Elfmeter. Nikita Parris trat an, aber Correa parierte den halbhohen Schuss ins rechte Eck stark mit einer Hand. Zu einer gefährlichen Chance kam Argentinien nicht. Dafür hatten die Europäerinnen kurz vor der Pause erneut die Chance zur Führung. Doch Beth Mead scheiterte freistehend an der erneut herausragend parierenden Correa (41.).

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste geendet hatte: mit einer Correa-Parade. Nach einem Freistoß kam Parris im Strafraum zu einem Abschluss per Dropkick, den Correa aber abwehrte (53.). Einen Kopfball von Taylor aus kurzer Distanz hielt die Torhüterin fest (56.). Dann geschah es aber doch: Bethany Mead wurde links im Strafraum freigespielt und bediente Taylor im Zentrum, die aus kurzer Distanz zur Führung einschob (61.). Danach dominierte England weiter mit mehr Ballbesitz und genauerem Passspiel. England kam am Ende auf 19 Torschüsse, Argentinien nur auf drei.

Im zweiten Gruppenspiel des Tages hatte Japan Schottland 2:1 besiegt. Während es für England im dritten Spiel (19. Juni) um den Gruppensieg geht, spielt Argentinien gegen Schottland um den dritten Platz, der für das Erreichen des Achtelfinals noch reichen könnte.

England - Argentinien 1:0 (0:0)
1:0 Taylor (61.)
England: Telford - Bronze, Houghton, McManus, Greenwood - J. Scott, Moore, Parris (87. Daly), Kirby (89. Carney) , Mead (81. Stanway) - Taylor
Argentinien: Correa - Sachs, Barroso, Cometti, Stabile - Banini (68. Larroquette), Bravo, Mayorga, Benitez (77. Santana), Bonsegundo - Sole Jaimes (90. Oviedo)
Schiedsrichterin: Qin (China)
Gelbe Karten: Moore / Barroso, Cometti

ptz



insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
lassiter_ 15.06.2019
1.
Alle zwei Jahre wieder (EM + WM ) wird die Sau durchs Dorf getrieben undd er künstliche Hype um Frauenfussball befeuert Die Wahrheit: Es interessiert (fast) keine Sau (Zuschauerschnitt in der Frauen -Bundesliga < 1000).Wie man bei den Zahlen ernsthaft über Prämienerhöhungen wg sog. .Gender Pay Gap nachdenken kann, erschließt sich mir nicht. Wer Frauenfussball anschauen will, soll es tun, viel Spaß. Aber bitte fordert nicht ein, dass ich das gut finden soll. Frauenfussball geht mir gepflegt am Arsch vorbei...
Ventil4tor 15.06.2019
2.
Schönes Spiel, ich häts ARG gegönnt 3 Punkte zu holen. Aber die haben in der Abwehr noch viel zu tun, sowie Passgenauigkeit. Zu viele Fehler und kaum Druck nach vorne. 2 sehr gute Stürmerinnen, die einfach nicht zum Zug kamen. Der Stil hat mich stark an die Herren erinnert, wo ein Messi blass wirkte. England hätte min. 3:0 gewinnen können. Ich hoffe Argentinien nutzt die 4 Jahre sich deutlich zu verbessern, denn so ist das Verschwendung, wenn da eine ausgezeichnete Torhüterin im Kasten steht und zwei starke Spielerinnen im Sturm stehen. Abwehr und Mittelfeld, das muss sich um 360° ändern.
brazzo 15.06.2019
3.
Ist die Torschützin eventuell mit Wayne Rooney verwandt?
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