DFB-Team in der Einzelkritik Lange ging es gut, jetzt wurden sie bestraft

Almuth Schult konnte Deutschlands wacklige Defensive diesmal nicht retten. Das DFB-Team ist im Viertelfinale gescheitert. Es ging zwar gut los, doch dann leistete sich Marina Hegering einen schweren Aussetzer.

Elsa / Getty Images

Aus Rennes berichtet


Deutschlands Fußballerinnen müssen sich von der Weltmeisterschaft in Frankreich verabschieden. Das DFB-Team hat im Viertelfinale gegen Schweden verloren. Zwar begann das deutsche Team gut und ging durch ein schön herausgespieltes Tor von Lina Magull in Führung - doch am Ende unterlag der zweimalige Weltmeister 1:2.

Das lag besonders an der wackligen Viererkette mit den beiden Innenverteidigerinnen Marina Hegering und Sara Doorsoun. Bisher war die deutsche Defensive zwar als einziges Team bei dieser WM noch ohne Gegentor geblieben, doch die Abwehr war schon in den Spielen zuvor die Schwachstelle. Schweden nutzte diese nun aus.

Kein Faktor war Dzsenifer Marozsán bei ihrem Comeback nach einem Zehenbruch. Sie wurde zur Halbzeit eingewechselt und wirkte noch nicht voll einsatzfähig. So enttäuschend das DFB-Aus auch ist, es gab Lichtblicke in dieser Mannschaft - auch im Spiel gegen Schweden. Sara Däbritz oder Giulia Gwinn gehört die Zukunft.

Lesen Sie hier die Einzelkritik zu allen eingesetzten Spielerinnen und Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg.



insgesamt 15 Beiträge
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tzoumaz 30.06.2019
1. Spielausgang keine Überraschung
überrascht zeigen sich immer nur die Medien, die vorher jedes Spiel der Mannschaft auch gegen schwache Gegner hochjubeln. (bei den Männern ebenso) Jeder der was von Fußball versteht, sieht die technischen und teilweise auch athletischen Mängel des Teams. Und auch die taktischen Mängel der Bundestrainerin sollten mal erwähnt werden. Ich freue mich auch für kleine Nationen wie Schweden und Holland.
Domspatz 30.06.2019
2. Das Ende war absehbar
Die Mädels hätten das Turnier besser mit Horst Hrubesch spielen sollen.
lemarcmi 30.06.2019
3. Fader Beigeschmack
Mehr war nicht drin. Das Team hat es versucht, aber die Leistungen in den Spielen zuvor haben schon gezeigt, dass sich das deutsche Team schwer tut. Ich finde es allerdings erbärmlich, dass jetzt Hegering auch in der Ankündigung des Artikels als Hauptschuldige genannt wird. Sie verteidigt eine Spielerin und kommt nicht mehr zum Ball. Dass niemand bei der durchstartenden Schwedin steht, kann man ihr nicht ankreiden. Schweden konnte immer Gefahr entwickeln, die
lemarcmi 30.06.2019
4. Warum nur eine Schuldige?
Hegering wird hier fast alleinig schuldig für das Ausscheiden gemacht. Dabei geht es hier immer noch um eine Mannschaftsleistung, die für ein Halbfinale nicht ausreichend war. Nach der Enke Tragödie wurde gelobt, dass ein besserer Umgang miteinander nötig ist. Im Vergleich zu den Männern verdienen die Frauen einen Bruchteil und werden trotzdem wie die Männer in der Öffentlichkeit zerlegt. In beiden Fällen ein menschliches Armutszeugnis. Im übrigen war Deutschland nicht schlecht. Aber Schweden halt geschickter.
bakiri 30.06.2019
5. Mal die Kirche im Dorf lassen
Du meine Güte, wie dramatisch. Bei einer Weltmeisterschaft scheidet ein deutsches Team im Viertelfinale aus und angeblich gibt es nur Probleme, Umbrüche und Schwoerigkeiten. Liebe Leute es ist die ko-Runde diner Weltmeisterschaft! Da kann jeder mal ausscheiden. Vielleicht waren die Schwedinnen besser? Oder einfach den besseren Tag? Mehr Glück? Alle Teilnehmenden Teams haben einen Grund in der Endrunde zu sein und jeder kommt in der Hoffnung am Ende oben zu stehen. Aber das typisch deutsche ist lieber die Probleme bei sich zu sehen. Die Frauen haben ihr Bestes auf beiden Seiten gegeben und am Ende haben die Schwedinnen gewonnen. Gratulation an das Team aus Schweden!
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