Fußball-WM Sieg gegen China - Italien steht erstmals seit 1991 im Viertelfinale

Das gab es erst einmal, und zwar bei der ersten WM vor 28 Jahren: Nach dem überraschenden Gruppensieg hat sich Italien für die Runde der letzten Acht qualifiziert.

Valentina Giacinti brachte ihr Team früh in Führung
Eric Gaillard / REUTERS

Valentina Giacinti brachte ihr Team früh in Führung


Die Italienerinnen haben zum zweiten Mal das Viertelfinale einer Fußball-Weltmeisterschaft erreicht. Im Achtelfinale setzten sie sich 2:0 (1:0) gegen China durch und treffen in der nächsten Runde nun auf die Niederlande, die 2:1 (1:1) gegen Japan gewannen.

Bislang war Italien nur bei der ersten Fußball-WM der Frauen 1991 so weit gekommen. Bei den vergangenen vier Turnieren waren sie in der Qualifikation gescheitert - Valentina Giacinti (15. Minute) und Aurora Galli (49.) schossen die Italienerinnen nun in die Runde der letzten Acht.

Nach einer Viertelstunde eroberte Giacinti den Ball von Peng Han an der rechten Außenlinie und spielte in die Mitte zu Barbara Bonansea. Diese bewies gute Übersicht und legte den Ball auf die linke Seite zu Elisa Bartoli. Chinas Torhüterin Shimeng Peng war rechtzeitig herausgekommen und wehrte Bartolis Schuss ab, doch Giacinti brachte den Abpraller im leeren Tor unter (15.).

Zuvor war es bereits zweimal gefährlich geworden: Die vermeintliche Führung durch Giacinti nach Vorarbeit von Cristiana Girelli (10.) war wegen Abseits aberkannt worden, kurz darauf hatte Giacinti voreilig den Abschluss gesucht und das Tor verfehlt (13.).

Die Chinesinnen erhöhten in Rückstand den Druck und standen mit bis zu sechs Spielerinnen in der italienischen Hälfte. So hätte Yan Wang in der 27. Minute beinahe ausgeglichen, ihren Distanzschuss lenkte Laura Giuliani gerade so über die Latte. Wenige Minuten später vergaben Girelli (30.) und Valentina Bergamaschi (33.) zwei gute Gelegenheiten aus rechter Position, auf 2:0 zu erhöhen. Nach einem Kopfball von Shuang Wang landete der Ball am Pfosten - der Treffer hätte aber wegen Abseits nicht gezählt (42.).

Im zweiten Durchgang waren kaum fünf Minuten gespielt, da fiel das 2:0 für Italien. Die eingewechselte Galli zog aus knapp 25 Metern mit rechts ab, der Ball schlug neben dem linken Pfosten ein (49.). Der Treffer war die Vorentscheidung.

Italien - China 2:0 (1:0)
1:0 Giacinti (15.)
2:0 Galli (49.)
Italien: Giuliani - Guagni, Gama, Linari, Bartoli - Bergamaschi (63., Mauro), Giugliano, Cernoia - Giacinti, Girelli (39. Galli), Bonansea (71. Rosucci)
China: Peng - Han, Wu, Lin, Liu S. - Zhang, Wang Y. (61. Yao) - Wang S., Gu (46. Yang) - Wang Sh. (61. Song), Li Y.
Gelbe Karten: keine
Schiedsrichterin: Edina Alves Batista (Brasilien)
Zuschauer: 17.492

mrk



insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
Papazaca 25.06.2019
1. Hab mich für Italien gefreut
Die Chinesen haben sich - wie schon gegen Deutschland - als Kloppertruppe präsentiert. Warum es dafür keine roten Karten gab, ist das Geheimnis der Schiedsrichterinnen und der FIFA. Aber - Gott sei Dank - ist China jetzt raus. Wie gesagt, ihch habe nichts gegen China, gegen üble Fouls aber schon.
Stereo_MCs 25.06.2019
2.
Kann mich da nur anschließen, endlich ist die Klopper Truppe ausgeschieden. Breschen einer der besten Spielerinnen der Welt, Dzsenifer Marozsán, den Fuß, unglaublich. Überlegen die sich vorher mal, was sowas für die Karriere, den Club Lyon und die deutsche NM bedeutet? Und Italien, schönstes Land der Erde, spielt einen erfrischenden Fußball.
Barças Superstar 25.06.2019
3. Chanenlos
Die technische versierteren Chinesinnen hätten wohl noch bis Mitternacht kein Tor geschossen. Schade, war schön anzusehen, wie sie ihr Spiel aufgebaut haben. Schätze mal, dass sie bei der nächsten Vorbereitung 90% Torabschlusstraining machen werden.
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