Reaktionen auf deutsche WM-Gruppe »Das ist schon ein Hammer. Da muss ich mit Lothar noch mal drüber sprechen«

Spanien und Japan, dazu Neuseeland oder Costa Rica: Bundestrainer Hansi Flick und Kapitän Manuel Neuer sind nach der Gruppenauslosung für die Fußball-WM in Katar guter Dinge.
Bundestrainer Flick bei der Auslosung der WM-Gegner in Doha

Bundestrainer Flick bei der Auslosung der WM-Gegner in Doha

Foto:

FRANCK FIFE / AFP

Bundestrainer Hansi Flick hat mit Humor auf die Auslosung für die Fußball-WM 2022 in Katar reagiert. »Das ist schon ein Hammer. Da muss ich mit Lothar noch mal drüber sprechen«, sagte er nach der Auslosung in Doha. Zu den »Losfeen« hatte Deutschlands Rekordnationalspieler Lothar Matthäus gezählt.

Deutschland hat neben Spanien auch Japan sowie den Sieger des Playoff-Duells Costa Rica gegen Neuseeland zugelost bekommen. Ihr erstes Spiel bestreitet die DFB-Auswahl am 23. November gegen Japan.

»Ich war damit zufrieden. Brasilien ist eine der stärksten Mannschaften, Frankreich ist eine Gruppe vor uns. Es ist alles so, wie es ist. Wir sind zufrieden und nehmen es gerne so an. Es ist an uns, uns top vorzubereiten. Da freuen wir uns alle drauf«, sagte Flick.

»So etwas passiert uns nicht zweimal«

Auch DFB-Kapitän Manuel Neuer reagierte auf die Gegner gelassen. »Es war klar, dass wir aus Topf eins einen starken Gegner bekommen würden«, sagte der DFB-Torhüter beim Streamingdienst MagentaTV. »Für mich gibt es da nur ein Ziel, das ist der Weltmeister-Titel. Wir haben uns bei den jüngsten Turnieren nicht mit Ruhm bekleckert und wollen das wieder gutmachen«, sagte Neuer. »Wir haben negative Erinnerungen, aber so etwas passiert uns nicht zweimal. Wir sind guter Dinge, ein erfolgreiches Turnier zu spielen.«

2018 scheiterte Deutschland als Titelverteidiger unter Flicks Vorgänger Joachim Löw in einer ausgeglichenen Gruppe mit Mexiko, Schweden und Südkorea.

»Leicht, oder? Leicht! Mit Deutschland? Haha«

Spaniens Trainer Luis Enrique

Ex-Kapitän und ARD-Experte Bastian Schweinsteiger pflichtete seinem ehemaligen Teamkollegen bei: »Das ist eine gute Gruppe für uns, das hätte auch schwieriger kommen können.« Das erste Spiel mit Japan sei ein gutes erstes Spiel, er gehe davon aus, dass sich Costa Rica qualifizieren werde. Spanien schätzte Schweinsteiger als Konkurrent um den Gruppensieg ein: »Da kommt einiges auf uns zu, aber wir können sie natürlich schlagen. Spanien ist ein richtiger Brocken, wir werden uns streiten um den ersten Platz.«

Das sah auch Spaniens Trainer Luis Enrique so: »Leicht, oder? Leicht! Mit Deutschland? Haha«, scherzte er. »Okay: Es wird schön, das ist eine großartige Gruppe mit einem großartigen Rivalen. Wir werden das genießen. Es ist eine WM, und die spielt man nicht so oft.«

Das deutsche Team war als Zwölfter der Weltrangliste nur in Lostopf zwei gelandet, ein schwerer Gegner in der ersten Turnierphase damit wahrscheinlich. Doch das Selbstvertrauen nach dem gelungenen Neustart ist groß.

»Wir haben gerade erst zwei sehr gute Auftritte der Nationalmannschaft gesehen, die uns alle sehr hoffnungsvoll stimmen für die WM«, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf, der wie Flick, Direktor Oliver Bierhoff und Generalsekretärin Heike Ullrich zur DFB-Delegation in Doha gehörte.

ara/dpa/sid
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.