Fußball-WM in Katar Fifa nominiert erstmals drei Schiedsrichterinnen

Stéphanie Frappart ist eine exzellente Schiedsrichterin, nun darf die Französin mit zwei Kolleginnen bei der Fußball-WM der Männer pfeifen – ein Novum in der Geschichte der Fifa.
Stéphanie Frappart

Stéphanie Frappart

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Christophe Ena / AP

Erstmals in der Geschichte der Fifa stehen drei Schiedsrichterinnen im Aufgebot für eine Fußball-Weltmeisterschaft. Für das Turnier vom 21. November bis 18. Dezember in Katar wurden Stéphanie Frappart aus Frankreich nominiert, die auch schon in der Champions League der Männer gepfiffen hat. Salima Mukansanga aus Ruanda und Yoshimi Yamashita aus Japan komplettieren das Aufgebot.

Zu den 36 WM-Referees gehört erstmals auch Daniel Siebert. Der 38-Jährige pfiff bereits bei der EM im vergangenen Jahr und ist seit 2015 Fifa-Schiedsrichter. Als Assistenten sind bei der WM Rafael Foltyn und Jan Seidel dabei, als Videoassistenten Bastian Dankert und Marco Fritz. Bei den vergangenen Weltmeisterschaften in Brasilien und Russland hatte Felix Brych den DFB vertreten. Seit 2019 hatten sich 50 Schiedsrichtertrios auf einen möglichen Einsatz vorbereitet.

Die Nominierung von drei Schiedsrichterinnen sowie drei Assistentinnen ist für Pierluigi Collina »der Abschluss eines langen Prozesses, der vor mehreren Jahren mit dem Einsatz von Schiedsrichterinnen bei Jugend- und A-Männerwettbewerben der Fifa begonnen hat, und der Beweis dafür, dass die Qualität und nicht das Geschlecht zählt«. Dies sagte der frühere italienische Spitzenreferee, der bei der Fifa die Schiedsrichterkommission leitet. »Ich hoffe, dass das Aufgebot von Elite-Schiedsrichterinnen für wichtige Männerwettbewerbe schon bald keine Sensation mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit ist.«

Das Turnier in Katar wird die erste WM, bei der Frauen als Schiedsrichterinnen oder Assistentinnen eingesetzt werden.

krä/dpa
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