Perus WM-Stürmer Guerrero feiert Comeback nach Kokain-Sperre

Ein halbes Jahr musste Perus Stürmerstar Paolo Guerrero wegen eines Dopingvergehens pausieren, jetzt spielt er wieder Fußball. Ob der Ex-Hamburger zur WM darf, ist allerdings noch unklar.
Paolo Guerrero (r.)

Paolo Guerrero (r.)

Foto: STRINGER / REUTERS

Paolo Guerrero geht wieder seiner Arbeit nach: Am späten Sonntag feierte der ehemalige HSV-Stürmer nach sechsmonatiger Dopingsperre sein Comeback in der brasilianischen Fußballliga. Von einer baldigen Freigabe für die Endrunde der Fußball-WM geht der Peruaner ebenfalls aus.

Guerrero war nach einem Positivtest auf ein Abbauprodukt von Kokain Ende des vergangenen Jahres zunächst für zwölf Monate gesperrt worden, hätte damit auch beim Turnier in Russland nicht antreten dürfen. In der Folge hatte der Weltverband Fifa seine Sperre allerdings halbiert.

"Ich bin unschuldig"

Die Welt-Anti-Doping-Organisation Wada forderte den Sportgerichtshof Cas jedoch auf, den Fall neu aufzurollen und Guerreros Sperre auf bis zu zwei Jahre zu verlängern. Der Cas hat mittlerweile zwei neue Verfahren eingeleitet. Am 3. Mai fand bereits eine Anhörung in Lausanne statt.

Paolo Guerrero in Lausanne (03.05.18)

Paolo Guerrero in Lausanne (03.05.18)

Foto: Jean-Christophe Bott/ dpa

"Ich bin sehr zuversichtlich, dass alles in Ordnung kommen wird", sagte Guerrero nach dem Spiel. "Weil ich unschuldig bin." Der Stürmer wurde nach 57 Minuten eingewechselt, sein Team Flamengo setzte sich 2:0 gegen Internacional durch. Guerrero verpasste bei einer Freistoßchance nur knapp einen Treffer beim Comeback.

Peru hat sich zum ersten Mal seit 1982 wieder für eine WM-Endrunde qualifiziert und hofft in den Gruppenspielen gegen Australien, Dänemark und Frankreich auf den Einsatz seines Topstürmers. In der südamerikanischen WM-Qualifikation war Guerrero mit fünf Treffern erfolgreichster Torschütze seines Landes.

chh/Reuters
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