WM-Schiedsrichter Brych vertritt DFB in Brasilien

Trotz Phantomtor: Felix Brych wird für den DFB als Schiedsrichter zur Fußball-WM fahren. Die Fifa nominierte ihn als einen von 25 Unparteiischen für das Turnier in Brasilien. Für den 38-Jährigen ist es seine erste Weltmeisterschaft.

DFB-Schiedsrichter Brych: WM-Premiere in Brasilien
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DFB-Schiedsrichter Brych: WM-Premiere in Brasilien


Hamburg - Schiedsrichter Felix Brych fährt trotz seiner Fehlentscheidung beim "Phantomtor" zur Fußball-WM 2014 in Brasilien. Der 38-Jährige steht auf der Liste des Weltverbandes Fifa, die am Mittwoch bekanntgegeben wurde. Als Assistenten reisen Mark Borsch und Stefan Lupp mit nach Südamerika. Insgesamt nominierte die Fifa 25 Schiedsrichtertrios und acht sogenannte Support-Duos.

"Grundlage für die Auswahl der Schiedsrichter waren insbesondere die Persönlichkeit und das Fußballverständnis, das heißt, das Vermögen, das Spiel und die Taktik der Teams zu lesen", teilte die Fifa mit. Bis zur WM stehen für die Referees im Februar, März/April sowie zehn Tage vor Anpfiff noch drei Seminare auf dem Programm. Die aufgebotenen Unparteiischen werden laut Fifa in dieser Zeit regelmäßig betreut und überwacht.

Brych hatte am neunten Bundesliga-Spieltag mit einer Fehlentscheidung beim Phantomtor von Sinsheim für Aufsehen gesorgt. Bayer Leverkusens Stürmer Stefan Kießling hatte beim Sieg gegen 1899 Hoffenheim (2:1) den Ball neben das Tor geköpft. Durch ein Loch im Netz war der Ball aber ins Tor gelangt. Brych hatte auf Treffer erkannt. Das DFB-Sportgericht hatte den Einspruch von 1899 gegen die Wertung des Spiels abgelehnt und die Tatsachenentscheidung des Unparteiischen unangetastet gelassen.

aha/sid



insgesamt 12 Beiträge
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kahabe 15.01.2014
1. Gut denn!
Wenn Herr Brych Vertreter ist, bestaht ja Hoffnung, das die FIFA ihn nicht einsetzt. Ist dann wie bei Vertretern üblich 'ne nette Sause an die Copacabana.
LapOfGods 15.01.2014
2. Gelebte Tradition
Schließlich haben Phantom-Tore bei der WM Tradition, z.B. zwischen Deutschland und England 1966 und 2010 (@Oberlehrer: ja, ich weiß, dass der eine drin war und nicht gegeben wurde und der andere nicht aber gegeben wurde). So, der Spott musste sein, ansonsten ist das sicher OK.
ixfüru 15.01.2014
3. Dass er den
hat, ist noch zu verstehen. Immerhin hat er nur eine Gelegenheit, sich die Situation anzusehen. Eine Sauerei ist, dass das Sportgericht sich hinter der "Tatsachenentscheidung" versteckt. Die Tatsache war nämlich eine andere.
hopicard 15.01.2014
4. Na und?
Ja, er hat das Kießling-Tor nicht richtig gesehen. Na und? Die Qualität eines Schiedsrichters macht sich doch nicht an einem einzigen gravierenden Fehler fest, sondern an den Leistungen über Jahre hinweg. Da hat er sich das verdient und wird in Brasilien sicher auch eine gute Figur abgeben und von den beteiligten Teams sehr respektiert werden. (So wie von der TSG Hoffenheim übrigens auch.)
Schwarzbär 15.01.2014
5. Entscheidung okay!
Brych gehört definitiv zu den besseren Schiedsrichtern in Deutschland. Meier und Kircher sind aber noch besser. Was mich stört, ist das Proporz-Prinzip. Deutschland und England - Spanien und Italien eher nicht - haben jeweils mehrere gute Schiris, die um Lichtjahre besser sind als jene, die dort an der WM teilnehmen. Es dient nicht dem fairen Wettbewerb, wenn die Schiedsrichter nach Verbandszugehörigkeit statt nach Leistungsstärke ausgewählt werden. Aber das ist die Fifa. Eigentlich sollte man sich jede Aufregung darüber ersparen, da der Sepp und seine korrupte Bande sowieso machen was sie wollen und sich einen Dreck um die Fans und den Fußball scheren. Siehe Katar, siehe Regelwerk etc.
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