Rassistische Beleidigungen 1860 München muss 18.000 Euro Strafe zahlen

Pyrotechnik, Bierbecher und Beleidigungen: Weil sich die Fans von 1860 München gleich mehrfach daneben benommen haben, muss der Verein nun Strafen in Höhe von 18.000 Euro zahlen.

Diskutierende 1860-Spieler: Verein muss Strafe zahlen
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Diskutierende 1860-Spieler: Verein muss Strafe zahlen


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Hamburg - 1860 München muss für das Fehlverhalten seiner Anhänger insgesamt 18.000 Euro bezahlen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhängte die Geldstrafen für "unsportliches Verhalten" bei einem DFB-Pokalspiel sowie einer Zweitliga-Partie.

Im Derby gegen den FC Ingolstadt war es am 18. August in der Münchner Arena kurz vor Ende der Begegnung zu rassistischen Rufen gegen Gästespieler Danny da Costa gekommen. Der Ingolstädter Profi informierte Schiedsrichter Florian Meyer über den Vorfall. Meyer veranlasste eine Stadiondurchsage, der Ordnungsdienst griff ein. Der Rufer konnte ermittelt werden. Gegen ihn wurde ein bundesweites Stadionverbot ausgesprochen. Dies sei "im Urteil strafmildernd für den Verein berücksichtigt" worden, so der DFB.

Beim Pokalspiel der "Löwen" beim 1. FC Heidenheim waren Anfang August drei leere Bierbecher aus dem Münchner Zuschauerblock auf das Spielfeld geworfen worden. Im Anschluss war zudem Pyrotechnik gezündet worden. Auch diese Vorfälle wurden vom DFB geahndet.

luk/dpa



insgesamt 4 Beiträge
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aubackeaubacke 02.10.2013
1. 18.000 Euro ein Witz!!!
18.000 Euro für Pyro, Bierbecherwurf und Rassismus ist ein absoluter Witz!! Wiederholungstäter kommt auch noch in Betracht!! Dafür haben andere Vereine ganz andere Strafen erhalten. S----ß DFB, hier seit das Letzte. Ich sag nur Fussbalma--a DFB!!!!!
HannesFaber 02.10.2013
2. Schadenersatz?
Ob die Strafe nun zu niedrig oder angemessen ist, will ich nicht beurteilen. Es wäre aber generell interessant, ob seitens des bestraften Vereins die Herrschaften, die solche Strafen verursachen, sei es durch das Abbrennen von Pyrotechnik oder durch das verbale Absondern von rassistischem Müll, juristisch zur Rechenschaft gezogen und regresspflichtig gemacht werden können. Soweit ich das mitbekommen habe, gab es in Köln (und auch Hannover, glaube ich) bereits mehrfach Versuche, das Geld von solchen "Fans" einzuklagen. Dass da faktisch oft nicht viel zu holen sein dürfte, ist mir auch klar, aber vielleicht hätte das zumindest eine kleine abschreckende Wirkung auf die, welche sich sonst in der Zuschauermasse im rechtsfreien Raum wähnen.
roby1111 02.10.2013
3. ...warum werden hier die Vereine für die Verfehlungen der Zuschauer bestraft?
Also irgendwie komme ich damit juristisch nicht klar: Wenn sich der Verursacher schon ermitteln liess und auch -durch Stadionverbot- bereits bestraft wurde, warum wird dann der Verein bestraft? Das verstößt a) gegen den Rechtsgrundsatz, daß ein Vergehen auch nur einmal geahndet wird b) gegen jegliche Kausalität, was kann ein Verein gegen solche Fans machen? Theoretisch könnte ich (als absoluter Fussball-Verweigerer) ja nun mal nen FAN-Schal stricken und dann zum FCB ins Stadion gehen, dort wild Leute beleidigen und dann würde der reiche FCB wohl eine Rekordstrafe bekommen??? Alles sehr ominös! Gerichtsbarkeit sollte NUR vom Staat ausgehen, diese ganzen Sportgerichte entbehren für mich jeglicher Existenzberechtigung und gehören dringend vom Staat abgeschafft (Gewaltmonopol!)
ahol 03.10.2013
4. Viel zu wenig,
Zitat von sysopGetty ImagesPyrotechnik, Bierbecher und Beleidigungen: Weil sich die Fans von 1860 München gleich mehrfach daneben benommen haben, muss der Verein nun Strafen in Höhe von 18.000 Euro zahlen. http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-zweitligist-1860-muenchen-muss-strafe-zahlen-a-925804.html
für meinen Geschmack.Der Vereinszeitung müsste es gelegen sein, Ordung in die reihen der Fans zu bekommen. manchmal hat man aber den Eindruck, dass die Ausschreitungen gewollt sind .
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