Fußballer des Jahres Zicklers späte Genugtuung

In der deutschen Bundesliga reichte es nie zu einer großen Ehrung. Bei unseren österreichischen Nachbarn genießt Alexander Zickler immenses Ansehen. Der frühere Bayern-Stürmer wurde für seine herausragenden Leistungen ausgezeichnet.


Hamburg – "Das ist eine Riesenüberraschung und Ehre für mich. Es zeigt mir, dass ich gute Leistungen gebracht habe", sagte Zickler nach seiner Wahl zu Österreichs "Fußballer des Jahres 2006". Der 32 Jahre alte Angreifer von Liga-Spitzenreiter Red Bull Salzburg setzte sich bei der von der Nachrichtenagentur Apa unter den Trainern der österreichischen Bundesliga durchgeführten Wahl deutlich vor Jocelyn Blanchard (Austria Wien) durch. Zickler gewann als sechster Ausländer seit Beginn der Wahl 1984.

Stürmer Zickler: "Er erlebt gerade seinen dritten Frühling"
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Stürmer Zickler: "Er erlebt gerade seinen dritten Frühling"

"So ein Titel ist nach vielen schwierigen verletzungsbedingten Auszeiten auch eine große Genugtuung", sagte der Stürmer, der in seiner Zeit beim deutschen Rekordmeister Bayern München häufig wegen Blessuren ausgefallen war. So erlitt Zickler, der zwölf Länderspiele bestritt und 2005 nach Salzburg wechselte, unter anderem drei Schienbeinbrüche sowie etliche Muskelfaserrisse und Bänderverletzungen.

Momentan führt der Stürmer die Torschützenliste der österreichischen Bundesliga mit 16 Treffern überlegen an. "Er erlebt gerade seinen dritten Frühling. Er nützt bei Salzburg die Torchancen, die er bei Bayern noch vergeben hat", lobte Trainer Lothar Matthaus seinen jetzigen Spieler und früheren Teamkollegen in München.

ach/dpa



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