Fußballskandal Mayer-Vorfelder schließt Rücktritt aus

DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder ist der Kritik am Vorgehen des Deutschen Fußball-Bundes im Wettskandal entgegengetreten und hat an ihn gerichtete Rücktrittsforderungen zurückgewiesen. In einem Interview nahm er auch Stellung zu seinen umstrittenen Äußerungen in der ARD-Talkshow von Sabine Christiansen.


Kein Rücktritt wegen des Wettskandals: Gerhard Mayer-Vorfelder
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Kein Rücktritt wegen des Wettskandals: Gerhard Mayer-Vorfelder

Stuttgart - "An eine derart unbegründete Rücktrittsforderung kann ich mich nicht entsinnen", sagte Mayer-Vorfelder in dem Interview der "Stuttgarter Nachrichten". Die Kritik wecke nur seinen Kampfgeist. Die DFB-Doppelspitze mit dem Geschäftsführenden Präsidenten Theo Zwanziger funktioniere problemlos, meinte der 71-Jährige. "Wir stimmen uns über die Vorgehensweise täglich ab." Er gehe davon aus, die WM 2006 noch als DFB-Präsident zu erleben.

Mayer-Vorfelder bezog überdies Stellung zu seinen umstrittenen Äußerungen in der ARD-Talkshow von Sabine Christiansen. Am Tag darauf seien von der Redaktion der Sendung seine Einlassungen teilweise falsch wiedergegeben worden. "Da wurden Aussagen weggelassen und verdreht", kritisierte der DFB-Präsident. Er habe nie bestritten, dass der Wettanbieter Oddset frühzeitig auf Unregelmäßigkeiten beim DFB-Pokalspiel zwischen dem SC Paderborn und dem Hamburger SV hingewiesen habe. "Mir war es aber wichtig, auf den Unterschied zwischen Unregelmäßigkeit und Manipulation hinzuweisen. Das wurde offenbar missverstanden."



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