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09. Oktober 2013, 15:32 Uhr

Neue Londoner U-Bahn-Karte

Next Stop Beckenbauer

Franz Beckenbauer, Jürgen Klinsmann und Dietmar Hamann sind nicht nur berühmte Fußballer, sondern jetzt auch Namen von Londoner U-Bahn-Stationen. Zum 150. Jubiläum veröffentlicht der englische Fußballverband seine ganz eigene Version des legendären Tube-Netzes.

London - Der Weg von Franz Beckenbauer zu Alex Ferguson führt über Gary Lineker, Pelé und Ferenc Puskás. Auf der neuesten Londoner U-Bahn-Karte sind alle 367 Stationen nach bekannten Fußballern und Trainern benannt. Beckenbauer heißt eine Station auf der gelben "Circle Line", die den "Giganten des Weltfußballs" gewidmet ist.

Die Underground-Karte (Hier finden Sie die komplette Karte als PDF-Version), die in limitierter Auflage erscheint, ist ein PR-Gag des englischen Fußballverbands FA zur Feier des 150. Verbandsjubiläums. Die FA und die U-Bahn wurden beide 1863 in London gegründet. FA-Historiker David Barber suchte die Namen der Fußballer heraus und ordnete sie bestimmten Stationen zu.

Die rote "Central Line" ehrt englische Torjäger wie Alan Shearer, Michael Owen und Wayne Rooney. Die dunkelblaue "Piccadilly Line" ist den Mittelfeldspielern gewidmet, die grüne "District Line" den Verteidigern. Die "Metropolitan Line", die älteste U-Bahnlinie des Netzes, ist nach Trainergrößen von Bob Paisley bis Arsene Wenger benannt.

Die Haltestelle Wembley Park wurde - natürlich - in Alf Ramsey umbenannt. Der legendäre Trainer führte die englische Nationalelf hier 1966 zu ihrem bislang einzigen WM-Sieg. Der Kapitän jener Mannschaft, Bobby Moore, nimmt den Platz von Upton Park ein, der Stadion-Haltestelle seines Heimatvereins West Ham United. Die Station Fulham Broadway an der Stamford Bridge, wo der FC Chelsea beheimatet ist, wurde nach Club-Kapitän John Terry benannt, die Haltestelle Arsenal nach dem Mittelfeldstar der "Gunners", Jack Wilshere.

Auch für die Haltestelle Leytonstone gab es einen offensichtlichen Kandidaten: David Beckham, berühmtester Sohn des Viertels. Schon etwas weiter hergeholt ist die Umbenennung von Denmark Hill in Peter Schmeichel, den dänischen Torhüter, der mit Manchester United einst die Champions League gegen den FC Bayern gewann.

Neben Beckenbauer sind auch die deutschen Legionäre Jürgen Klinsmann (Tottenham Hotspur) und Didi Hamann (FC Liverpool, Manchester City) sowie der kürzlich verstorbene Torhüter Bert Trautmann (Manchester City) erwähnt. Klinsmann und Hamann haben Nachbarstationen auf der "Overground Line", die den ausländischen Stars ("Overseas") in der Premier League gewidmet ist.

Korrektur: Wir hatten Bert Trautmann, nach dem Zweiten Weltkrieg lange Jahre Torhüter von Manchester City, zunächst übersehen. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

cvo

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