Fußtritt gegen Reus DFB sperrt Schalkes Jones für sechs Spiele

Harte Strafe für Jermaine Jones: Der Schalker muss nach seinem Tritt auf den Fuß von Marco Reus sechs Bundesligaspiele aussetzen. Damit ahndete der DFB nachträglich die Tätlichkeit aus dem Pokalspiel. Die Gelsenkirchener empfinden das Urteil als zu hart - akzeptieren es aber.

Schalke-Profi Jones (Archivbild): Erst Anfang März wieder spielberechtigt
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Schalke-Profi Jones (Archivbild): Erst Anfang März wieder spielberechtigt


Hamburg - Jermaine Jones von Bundesligist Schalke 04 ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wettbewerbsübergreifend für sechs Spiele gesperrt worden. Damit ahndete der Verband das Foul des 30-Jährigen an Marco Reus im DFB-Achtelfinale bei Borussia Mönchengladbach (1:3) am 21. Dezember. Schiedsrichter Wolfgang Stark hatte damals die Aktion in der sechsten Minute nicht gesehen.

"Das empfinde ich als nicht korrekt", sagte Manager Horst Heldt im Trainingslager der Gelsenkirchener in Doha. Der Pokalsieger bereitet sich in der Hauptstadt von Katar auf die Rückrunde der Bundesliga vor. Dennoch wird der Club die Strafe akzeptieren, weil der DFB das Foul als vorsätzliches einstufte und dafür sechs Spiele Sperre das Mindestmaß sind. "Es hätte überhaupt keinen Sinn gemacht, gegen dieses Strafmaß Einspruch zu erheben. Wir hatten gegen dieses Urteil keine Chance", sagte Held SPIEGEL ONLINE.

Damit fehlt Jones den Schalkern in den Bundesliga-Heimspielen gegen den VfB Stuttgart, Mainz 05 und den VfL Wolfsburg sowie beim 1. FC Köln, bei Borussia Mönchengladbach und beim FC Bayern. Erst in der Partie beim SC Freiburg Anfang März ist er wieder spielberechtigt.

Schalke-Manager Heldt verweist auf Jones' Entschuldigung

"Ich möchte das nicht herunterspielen, es war eine Tätlichkeit. Doch es hat schon ähnliche Tätlichkeiten gegeben, die dann jedoch in dem Wettbewerb geahndet wurden, in dem sie auch passiert sind", kritisierte Heldt das DFB-Vorgehen, die Sperre auf die Liga auszudehnen, obwohl sich der Vorfall im Pokal ereignet hatte.

Schalke verwies darauf, dass Jones zwar Wiederholungstäter sei, jedoch 2006 das letzte Mal mit einer Roten Karte vom Platz flog. "Zudem hat Jermaine sich persönlich bei Reus entschuldigt und im Nachgang reumütig und einsichtig gezeigt. Ich bin sicher, dass er aus dieser Situation gelernt hat", sagte Heldt. Jones hatte Reus damals mit Absicht auf dessen verletzten linken Fuß getreten, an dem der Gladbacher unter einem Zehenbruch zu leiden hatte. Jones gab an, diese Verletzung bei seiner Aktion nicht im Hinterkopf gehabt zu haben.

ham/rab/sid



insgesamt 36 Beiträge
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Seite 1
mbu66 05.01.2012
1. Heldt ist schon ein Held
Zitat von sysopHarte Strafe für Jermaine Jones: Der Schalker muss nach seinem Tritt auf den Fuß von Marco Reus sechs Bundesligaspiele aussetzen. Damit ahndete der DFB die Tätlichkeit aus dem Pokalspiel nachträglich. Die Gelsenkirchener empfinden das Urteil als zu hart und kündigten Einspruch an. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,807376,00.html
Herr Heldt empfindet die Strafe als zu hart? Vielleicht sollte ihm mal jemand im Vorbeigehen kräftig mit Stollenschuhen auf die Zehen steigen - dann wird dieser Super-Manager wohl erst einmal Anzeige wegen Körperverletzung stellen und ein kräftiges Schmerzensgeld verlangen. Typen wie Jones haben im Sport nichts verloren.
wolltsnursagen 05.01.2012
2.
Verletzung nicht im Kopf gehabt zu haben? Wie bitte? Der läuft einmal um Reus rum, komplett um dann auf den linken Fuß zu steigen. Ich habe das Spiel mit meinen Söhnen angeschaut die in der E und F-Jugend eines 2. Ligavereins spielen. Wie soll ich den beiden dieses Verhalten erklären?
qawsed 05.01.2012
3. viel zu lasch
Zitat von sysopHarte Strafe für Jermaine Jones: Der Schalker muss nach seinem Tritt auf den Fuß von Marco Reus sechs Bundesligaspiele aussetzen. Damit ahndete der DFB die Tätlichkeit aus dem Pokalspiel nachträglich. Die Gelsenkirchener empfinden das Urteil als zu hart und kündigten Einspruch an. http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,807376,00.html
Diese Vereinsführung ist das Letzte. Die sollten so einen Spieler gar nicht mehr weiter beschäftigen! Das ist so ein furchtbar schlechtes Vorbild für die anderen Ligen und die Jugend- und Kinderarbeit. Diese Herren sind total abgehoben. Herr Heldt: Gehen Sie doch mal in die Provinz am Wochenende und schauen Sie sich dort ein paar Spiele bei der Jugend und bei den jungen Erwachsenen an. Das ist das Spiegelbild der BuLi, und das ist zum Teil Ihre Schuld! Sie haben lange genug Zeit gehabt, sich eine Reaktion zu überlegen -- diese jetzt gezeigte ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Ich würde in meinem Verein den Manager zur Rede stellen, wenn er so etwas von sich geben würde.
ChristianW. 05.01.2012
4.
11 Spiele Sperre zu wenig, aber was konnte man schon anderes erwarten? Würde Jones für Dresden spielen, wären es 2 Jahre geworden.
Crom 05.01.2012
5.
Zitat von ChristianW.11 Spiele Sperre zu wenig, aber was konnte man schon anderes erwarten? Würde Jones für Dresden spielen, wären es 2 Jahre geworden.
... und würde er für die Bayern spielen, gäb's gar keine Strafe.
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