Gehaltserhöhung Sagnol droht mit Wechsel

Willy Sagnol setzt Bayern München unter Druck. Der Verteidiger, dessen Kontrakt am Saisonende ausläuft, möchte eine Vertragsverlängerung zu deutlich höheren Bezügen. Ansonsten droht er mit dem Weggang zum FC Valencia, mit dem Sagnol auch schon erste Gespräche geführt hat.


Verteidiger Sagnol (l.): "Mehr Sonne, vielleicht einen Strand"
DPA

Verteidiger Sagnol (l.): "Mehr Sonne, vielleicht einen Strand"

München - "Ich will viel mehr Geld als jetzt. Das ist kein Witz, sondern Realität", sagte der 28 Jahre alte Abwehrspieler. Ein neuer Fünfjahresvertrag wäre aus seiner Sicht ideal, ergänzte Sagnol: "Ich habe dem Verein noch viel zu geben. Aber es muss jetzt schnell gehen. Bis zum Champions-League-Start Mitte September will ich Klarheit haben."

Sagnols Vertrag läuft zum Saisonende aus, er könnte die Bayern dann ablösefrei verlassen. Er fühle sich zwar wohl bei den Bayern, in Valencia gebe es aber "mehr Sonne, vielleicht einen Strand" - und mehr Geld. Bayern-Manager Uli Hoeneß sieht die jüngsten Forderungen Sagnols, der erste Gespräche mit Valencia unlängst bestätigt hatte, gelassen. "Ich habe ihm im Sommer gesagt, dass wir im September mit ihm sprechen werden", sagte Hoeneß beim Testspiel der Münchner am Montagabend bei Legia Warschau (3:1).

Er hoffe, dass Sagnol noch drei bis vier Jahre bleibe, so Hoeneß, "aber wir werden für keinen Spieler das Tafelsilber des FC Bayern verkaufen." Sagnol konnte sich indes einen Seitenhieb auf die Bemühungen der Bayern-Chefs um eine Vertragsverlängerung mit Michael Ballack nicht verkneifen. "Sie müssen cleverer sein, dürfen nicht nur über einen Spieler reden oder nur einem Spieler danken", sagte der Franzose. Sagnol war 2000 vom AS Monaco nach München gewechselt.



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