Paok gegen Schalke Ohne Angst ins Geisterspiel

Oft waren sie unbequeme Gegner: Griechische Clubs haben deutschen Teams immer wieder ein Bein gestellt, auch dank der Atmosphäre bei Heimspielen. Im Spiel zwischen Paok Saloniki und Schalke 04 fällt dieser Vorteil weg, Zuschauer werden ausgesperrt - und den Gastgebern ein großer Vorteil genommen.

DPA

Hamburg - Borussia Dortmund weiß es, Werder Bremen erst recht: Griechische Gegner in der Champions League - das kann für den Bundesligisten schon mal böse enden.

Die Borussia unterlag in der Saison 2011/2012 bei Olympiakos Piräus 1:3, schied in der Gruppenphase der Königsklasse aus. Werder traf in den vergangenen Jahren gleich dreimal auf griechische Vertreter - nie gelang den Bremern dabei ein Auswärtssieg.

Dass Schalke es besser kann, bewies es in der vergangenen Saison. Gegen Piräus siegten die Gelsenkirchener in beiden Spielen, qualifizierten sich für das Achtelfinale. Und heute?

Heute benötigt Schalke nach dem 1:1 aus dem Hinspiel einen Auswärtssieg oder ein Unentschieden mit mindestens zwei erzielten Toren. Der Bundesligist geht trotz des mäßigen Resultats aus der ersten Begegnung und schwacher Bundesliga-Auftritte als Favorit in die Partie. Auch, weil das Spiel ohne Zuschauer stattfinden und Paoks Heimspielvorteil dadurch zunichte gemacht wird.

Der Grund sind Ausschreitung bei der Partie zwischen Saloniki und Rapid Wien in der vergangenen Saison. Fans beider Teams bewarfen sich damals vor dem Anpfiff gegenseitig mit Leuchtkugeln und Feuerwerkskörpern, Anhänger des Gastgebers stürmten aufs Spielfeld und attackierten die Rapid-Fans von dort aus.

Die Uefa verurteilte Saloniki zu drei Heimpartien ohne Zuschauer und 150.000 Euro Bußgeld. Sollte es erneut zu ähnlichen Vorfällen kommen, droht der Ausschluss aus dem internationalen Wettbewerb.

Auch im Hinspiel in Gelsenkirchen war es in der Arena zu Krawallen gekommen. Die sind für heute ausgeschlossen; die Ränge des Stadions, das im Europapokal 28.000 Zuschauern Platz bieten, bleiben leer. Ein Geisterspiel statt dichter Atmosphäre, die etwa Werder mehrfach so beeindruckt hatte. Keine Anhänger, die ihre Spieler nach vorne peitschen - vielleicht ist dies ein entscheidender Vorteil für Schalke.

Klicken Sie sich durch die Fotostrecke und sehen Sie, wie sich Bundesligisten zuletzt gegen griechische Clubs geschlagen haben.

mon

insgesamt 1 Beitrag
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orangeblue 27.08.2013
1. Letzte Chance
Ob Zuschauer oder nicht, der Druck für Schalke 04 ist gigantisch. Es geht um 20 Millionen für den Einzug in die Champions League und um des Trainers Job. Mit anderen Worten um alles oder nichts. Da bleibt keiner mehr cool. Es wird spannend......
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