Bengalos gegen Leverkusen
Frankfurt bleibt Geisterspiel erspart
Relativ milde Strafe für abgebrannte Bengalos: Nach den Ausschreitungen der Eintracht-Fans im Januar während des Spiels gegen Leverkusen wurde der Verein lediglich zu einer allerdings saftigen Geldstrafe verurteilt. Ein "Geisterspiel" muss Frankfurt nicht befürchten.
Hamburg - Eintracht Frankfurt kommt nach den Fan-Ausschreitungen während des Spiels bei Bayer Leverkusen im Januar mit einer milderen Strafe davon als zunächst befürchtet. Nach einem Bericht des "Hessischen Rundfunks" muss der Bundesligist eine Geldstrafe von 100.000 Euro zahlen und weder einen Zuschauerausschluss noch ein "Geisterspiel" hinnehmen.
"Im Zuge der Neuorientierung der Rechtsprechung und den Bemühungen der Eintracht in den letzten Monaten war dieses Strafmaß gerade noch vertretbar", sagte Anton Nachreiner, Vorsitzender des DFB-Kontrollausschusses, am Mittwoch bei hr-online. Offiziell bestätigt hat der Deutsche Fußball-Bund die Strafe aber noch nicht.
Frankfurter Fans hatten während der Partie in Leverkusen am 19. Januar Bengalos abgebrannt und Leuchtraketen auf das Spielfeld geschossen. Das Spiel wurde daraufhin unterbrochen. Die Eintracht hatte deshalb eine härtere Strafe befürchtet, weil sie nach mehreren Zwischenfällen in der Zweitliga-Saison 2011/12 unter besonderer Beobachtung des DFB stand. So durfte zum Beispiel das Hinspiel gegen Leverkusen nur vor 31.500 Zuschauern stattfinden.