Gaslobbyist kommt Ausschluss zuvor Gerhard Schröder tritt bei Heimatklub Hannover 96 aus

Wegen seiner Nähe zu Wladimir Putin steht Altkanzler Schröder seit Langem in der Kritik, nach Beginn des Ukrainekriegs forderte sein Heimatverein Hannover 96 eine Stellungnahme. Schröder reagierte nun auf seine Weise.
Gerhard Schröder, damaliger Aufsichtsratschef von Hannover 96 (2017)

Gerhard Schröder, damaliger Aufsichtsratschef von Hannover 96 (2017)

Foto: Peter Steffen / dpa

Altkanzler Gerhard Schröder hat sich nach dem Wirbel um seine Beziehungen nach Russland aus dem Verein Hannover 96 zurückgezogen. Das bestätigte der Hannoversche Sportverein von 1896 am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Der Verein hatte einen Ausschluss geprüft und dies mit Schröders Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin begründet.

Der Mutterverein hatte bereits Anfang März geprüft, inwiefern Schröder, der zwischen 2016 und 2019 als Aufsichtsratsvorsitzender für den Klub tätig war, wegen seiner Putin-Nähe trotz des russischen Angriffskriegs in der Ukraine gegen die Interessen des Vereins verstoßen haben könnte. Dem Altkanzler ist damals ein Schreiben zugestellt worden, in dem er um eine Stellungnahme gebeten wurde.

Schröder steht wegen seiner engen Verbindung zum russischen Präsidenten Putin in der Kritik, auch weil er nicht auf seinen Posten als Aufsichtsratschef beim staatlichen russischen Mineralölkonzern Rosneft verzichten möchte. Unter anderem Borussia Dortmund und der DFB hatten Schröder die Ehrenmitgliedschaft entzogen, auf die Ehrenbürgerwürde der Stadt Hannover hatte Schröder freiwillig verzichtet.

cev/dpa