Keine Strafe Fifa-Ethikkommission stellt Ermittlungen gegen Infantino ein

Akte geschlossen: Die Fifa-Ethikkommission hat ihre Ermittlungen gegen Präsident Gianni Infantino eingestellt. Der Schweizer habe nicht gegen Verhaltensregeln verstoßen. Die Untersuchung lief geheim ab.

Fifa-Präsident Gianni Infantino
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Fifa-Präsident Gianni Infantino


Fifa-Präsident Gianni Infantino muss nach geheim gehaltenen Ermittlungen keine Bestrafung durch die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes befürchten. Der Schweizer habe nicht gegen Verhaltensregeln verstoßen, teilte das Gremium mit. Zu diesem Schluss kam die Ethikkommission nach mehrwöchigen Untersuchungen gegen den 46-Jährigen.

Im Gegensatz zu bisherigen Fällen hatte die Ethikkommission ihre Ermittlungen nicht öffentlich gemacht.

Infantino waren mögliche Vergehen gegen vier Paragrafen des Ethikcodes vorgeworfen. Untersucht wurde die Kostenübernahme für mehrere Flüge Infantinos - dem Vernehmen nach im Zusammenhang mit Reisen in die WM-Gastgeberländer Russland (2018) und Katar (2022).

Verdachtsmomente für unlauteres Verhalten gab es zudem bei Personalfragen für die Jobbesetzung im Präsidentenbüro. Es ging auch um Infantinos vermeintliche Weigerung, eine Gehaltsvereinbarung mit der Fifa zu unterschreiben. Infantino soll sein Salär von umgerechnet rund zwei Millionen Franken in einer Fifa-Sitzung angeblich als unzureichend bezeichnet haben.

jan/dpa



insgesamt 12 Beiträge
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Koana 05.08.2016
1. Na bitte.....
.... jetzt wissen wir endlich, die FIFA hat einen ehrenwerten Präsidenten. Ist ja auch eine ehrenwerte Organisation. Könnte nicht Frau Hinz dort einen schönen Nebenverdienst anstreben? (so als Haussyndikus - die nötigen Referenzen hat sie ja.)
cmann 05.08.2016
2. Die FIFA hat offensichtlich nichts gelernt,
Statt Blatter, jetzt Infantino! Eventuell noch ein bischen verschlagener, noch ein bischen mehr am Rande der Legalitaet. Kurz gesagt man landet offensichtlich vom "Regen in der Jauche". Infantino spielt die gleichen Spielchen wie seinerzeit Blatter, nur noch cleverer indem er die eventuellen Störfaktoren (sprich Kritiker) schon vorher eliminiert. Elefantino hat ohne Zweifel das Format mafiöse Strukturen in der FIFA zu entwickeln und weiter aus zu bauen. Fehler wie sie Blatter passierten, wird er nicht wiederholen.
Marlo 05.08.2016
3.
War ja klar. Meine einzige Hoffnung sind die USA. Nur die können, wenn sie wollen, so eine Organisation zerschlagen. Nur vor den Amerikanern haben alle Angst. Darum hoffe ich, dass die Fifa den USA genug Gründe gibt, weiter gegen sie aktiv zu werden. Denn unter Infantino wird es nicht besser laufen, als unter Blatter. Vlt sogar noch schlimmer.
Graphite 05.08.2016
4. Endlich
wissen wir dass die FIFA und Infantino allesamt gute Menschen sind die nie und nimmer was zu Ihrem Vorteil tun würden. Sozusagen die Mutter Theresa des Weltfußballs! Juhuu! und jeder der nur einen Cent für Fußball ausgibt ist Unterstützer dieser "Weltfriedensorganisation"!
zykill 05.08.2016
5. @Marlo
Sie wissen aber schon dass die Fifa den Status eines Vereins hat in der Schweiz und somit eigentlich keine Rechenschaft abgeben müssen, da es niemand etwas angeht, was dieser private Verein tut. Würden sich die Vereinigten Staaten von Hysterica die Fifa unter den Nagel reissen, würde die ganze hinterfotzige Geschichte drüben weitergehen wie bis anhin. Oder glauben sie wahrhaftig, dass in diesem Sumpf, wo alle Dreck am Stecken haben, wirklich aufgeräumt wird? Träumen sie schön weiter...
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