Gladbach-Coach Advocaat "Ich kann die Welt nicht verändern"

Seit wenigen Tagen ist der Niederländer Dick Avocaat Trainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Nach dem 1:1-Remis bei Aufsteiger FSV Mainz 05 spricht der 57-Jährige im Interview über seinen ersten Auftritt in der Bundesliga und den großen Neuanfang nach der Winterpause.


Neu-Gladbacher Advocaat: Wohin führt der holländische Trainer die Borussia?
DDP

Neu-Gladbacher Advocaat: Wohin führt der holländische Trainer die Borussia?

Frage:

Herr Advocaat, sind Sie mit Ihrer Premiere in der Bundesliga zufrieden?"

Dick Advocaat: Es geht ja nicht um mich, sondern um die Mannschaft - und die kann mit Sicherheit noch viel besser spielen, als sie es in Mainz gezeigt hat.

Frage: Klingt eher unzufrieden?

Advocaat: Nein, nein. Ich bin froh über den sehr wichtigen Punkt. Wenn man sieht, wer in Mainz schon alles verloren hat, dann müssen wir mit einem Zähler zufrieden sein. Aber spielerisch müssen wir uns natürlich verbessern.

Frage: Ist das 1:1 denn ein gerechtes Resultat?

Advocaat: Nun, meine Spieler haben sehr hart dafür gearbeitet. Ich denke schon, dass das 1:1 in Ordnung ist.

Frage: Spielerisch lief nicht viel zusammen. Was muss besser werden?

Advocaat: Unser größtes Problem war, dass wir den Ball nach drei bis vier Stationen schon wieder verloren haben. Das kann natürlich nicht sein. Wir müssen viel sicherer und ruhiger agieren.

Frage: Welchen Eindruck haben Sie bislang von Ihrer Mannschaft?

Advocaat: Ich bin ja erst ein paar Tage im Amt und muss die Spieler noch besser kennen lernen. Ich habe gesehen, dass alle sehr gut mitziehen. Aber auch ich kann nicht auf Anhieb die Welt verändern. Wir müssen uns jetzt die nächsten Wochen durchkämpfen. Nach der Winterpause starten wir dann einen Neuanfang.

Die Fragen stellte Holger Luhmann, sid



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