Jahrhundertkeeper der Glasgow Rangers Andy Goram ist tot

Die Fans der Rangers wählten ihn zum besten Keeper der Geschichte; als er an Schizophrenie erkrankte, bekam er einen neuen Fangesang. Nun ist Andy Goram mit 58 Jahren an Krebs gestorben – eine Chemotherapie lehnte er ab.
Andy Goram im Trikot der schottischen Nationalmannschaft

Andy Goram im Trikot der schottischen Nationalmannschaft

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Rights Managed / imago images/Mary Evans

Der schottische Ex-Nationaltorwart Andy Goram ist tot. Der frühere Fußballnationalspieler sei unheilbar an Krebs erkrankt gewesen und nun im Alter von 58 Jahren gestorben, teilte sein Ex-Klub Glasgow Rangers am Samstag mit. Goram hatte seine Erkrankung Ende Mai öffentlich gemacht und gleichzeitig erklärt, keine Chemotherapie machen zu wollen. Die Ärzte hatten ihm maximal noch sechs Monate zu leben gegeben, es wurde nur einer.

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»Eine Chemotherapie machen und sich weitere drei Monate mit null Lebensqualität quälen? Nein, danke. Chemotherapie ist vom Speiseplan gestrichen«, hatte Goram der schottischen Boulevardzeitung »Daily Record« gesagt. »Die Gedanken der Direktoren, des Managements, der Spieler und Mitarbeiter sind heute bei Andys Familie, und wir bitten darum, ihre Privatsphäre in dieser schwierigen Zeit zu respektieren«, hieß es in der Mitteilung der Glasgow Rangers weiter.

1999 wählten ihn die Fans zum besten Keeper

Goram gilt als einer der besten schottischen Torhüter. Er bestritt 43 Länderspiele für die »Bravehearts« und nahm als Stammkeeper an den Europameisterschaften 1992 und 1996 teil. Goram wechselte 1991 von Hibernian in Edinburgh zu den Rangers, für die er bis 1998 260-mal spielte. Mit den Rangers wurde er fünfmal schottischer Meister und dreimal Pokalsieger. 1999 wählten ihn die Fans zum besten Torwart der Rangers-Geschichte. 2001 wurde er als Ersatztorwart bei Manchester United auch englischer Meister.

Nachdem Goram an Schizophrenie erkrankt war, änderten die Fans ihren Gesang. Statt »There’s only one Andy Goram« sangen sie fortan »There’s only two Andy Gorams«.

kjo/dpa/sid
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