Schottischer Fußball Glasgow Rangers feiern Aufstieg in erste Liga

Vier Jahre nach ihrem Zwangsabstieg haben sich die Glasgow Rangers wieder einen Startplatz in Schottlands höchster Spielklasse gesichert. Selbst die Erzrivalen von Celtic können sich darüber freuen.
Rangers-Spieler James Tavernier

Rangers-Spieler James Tavernier

Foto: Russell Cheyne/ REUTERS

Schottlands Renommierverein Glasgow Rangers hat den Aufstieg in die erste Liga geschafft. Vier Jahre nachdem sie aufgrund hoher Schulden Insolvenz anmelden mussten und daraufhin aus der Premiership in die vierte Liga verbannt worden waren, reichte ein 1:0 (1:0)-Sieg gegen Dumbarton, um die Rückkehr in die erste Liga perfekt zu machen. Bei noch vier ausstehenden Spieltagen bis zum Saisonende ist den Rangers die Tabellenführung in der zweitklassigen Championship nicht mehr zu nehmen.

Der entscheidende Treffer von James Tavernier in der 50. Spielminute sorgte im ausverkauften Ibrox Stadium für Jubelstürme. Die Rangers, deren 54 nationale Meisterschaften Weltrekord bedeuten, waren 2013 und 2014 zweimal nacheinander aufgestiegen, den direkten Durchmarsch zurück in die erste Liga hatte der Traditionsklub 2015 in den Playoffs jedoch gegen den FC Motherwell verpasst.

In Abwesenheit der Rangers hatte ihr ärgster Rivale Celtic Glasgow die Liga beherrscht, in der laufenden Saison steuert Celtic auf den fünften Titel in Serie zu. Zuvor hatten die Rangers dreimal in Folge den Titel geholt. Seit 30 Jahren gewannen ausschließlich entweder Celtic oder die Rangers die schottische Meisterschaft, zuletzt brach 1985 der FC Aberdeen unter Trainer Alex Ferguson die Dominanz der Glasgower Vereine.

Ohne die Konkurrenz der beiden Top-Klubs rutschte Schottlands Fußball international in die Bedeutungslosigkeit ab. Lediglich Celtic sorgte für vereinzelte Achtungserfolge wie den Achtelfinal-Einzug in der Champions League 2012/2013. Die Rangers hatten zuvor noch 2008 das UEFA-Pokal-Finale erreicht und verloren.

Dank des Aufstiegs der Rangers wird das legendäre "Old Firm"-Derby zwischen den beiden Glasgower Klubs, das am 17. April im Halbfinale des nationalen Pokals stattfinden wird, nun künftig wieder zum Liga-Alltag gehören.

lst/sid
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