Mittelfeldspieler Kacar "Mich macht der HSV nicht kaputt"

Am Montag hat sich bereits HSV-Profi Paul Scharner öffentlich über seine Ausmusterung beklagt, jetzt geht der aussortierte Gojko Kacar in die Offensive. Die Situation gehe ihm sehr nahe, sagte der Mittelfeldspieler - wenn sich kein neuer Verein findet, möchte er in Hamburg bleiben.

Fußballer Kacar: Seit 2010 beim HSV
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Fußballer Kacar: Seit 2010 beim HSV


Hamburg - Paul Scharner, Slobodan Rajkovic, Michael Mancienne und Gojko Kacar - mit diesen vier Profis plant der Hamburger SV für die kommende Saison offenbar nicht. Allen wurde ein Vereinswechsel nahe gelegt. Kacar muss sogar gesondert von den Profis mit der U23 des HSV trainieren. Eine Situation, die nicht spurlos an den Unerwünschten vorbeigeht.

Verteidiger Paul Scharner bezeichnete seine Lage am Montag im "Kicker" als "Horror", auch seine Wadenverletzung sei aufgrund der psychischen Belastung zustandegekommen. Nun macht auch Gojko Kacar seiner Enttäuschung Luft. Der "Sport Bild" sagte er, dass ihm "alles sehr nahe geht".

Kacar sieht in erster Linie sein Gehalt von geschätzten 1,8 Millionen Euro als Grund für die Ausmusterung: "Hätte ich einen schlechter dotierten Vertrag, wäre ich sicher noch dabei. Sie wollen mir zeigen, dass ich überflüssig bin, und mich mental schwach machen, damit ich mir einen neuen Verein suche", sagte der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler. "Aber mich macht der HSV nicht kaputt."

Kacar wechselte 2010 für 5,5 Millionen Euro Ablöse von Hertha BSC Berlin nach Hamburg. Seitdem konnte er sich jedoch nicht dauerhaft durchsetzen und absolvierte in der vergangenen Saison lediglich drei Kurzeinsätze. Der Allrounder, dessen Vertrag an der Elbe noch zwei Jahre gültig ist, signalisierte Bereitschaft zum Vereinswechsel. "Aber wenn es nicht klappt, muss ich bleiben."

com/sid



insgesamt 3 Beiträge
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gekreuzigt 24.07.2013
1. Ein Argument
gegen die völlig überzogenen Gehälter in der BL. Solche Mittelmaßspieler bleiben dann lieber auf der Tribüne sitzen, als sportlichen Ehrgeiz zu zeigen. Die BL geht auf Dauer an den Gehältern kaputt.
yeboah 24.07.2013
2. Arme Profis
Mir geht das Gejammer auf die Nerven. Er hat einen gutdotierten Vertrag und will den aussitzen, das ist nachzuvollziehen. Aber bitte nicht zusätzlich jammern und das hohe Gehalt noch als Grund angeben, warum man ihn loswerden will. Er hat einfach nie eine bundesligareife Leistung gezeigt, seit der beim HSV ist, das ist der Grund!
merkel123 24.07.2013
3. Mobbing?
Was waere das Geschrei gross, wenn zB. LiDL so mit ueberzaehligen Kassiererinnen umgehen wuerde... Klar, im Profifussball geht es um ganz andere Summen, aber man kann sich durchaus vorstellen, was in einem solchen oeffentlich degradierten Profi vorgeht... Verursacher sind ja vor allem die Verantwortlichen der Vereine, die vor mehr oder minder kurzer Zeit die betreffenden Spieler fuer viel Geld als angebliche Heilsbringer verpflichteten... Im Management werden sehr selten Konsequenzen gezogen - also fast wie im richtigen Leben:-)
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