Goldene Kugel Beckenbauer stellt WM-Finalball vor

Er kritisierte die Fifa, gab Bundestrainer Jürgen Klinsmann ein paar Ratschläge - und stellte den goldenen Spielball fürs WM-Finale vor: Franz Beckenbauer war heute in seinem Element. Dass die deutsche Elf am 9. Juli gegen die Kugel tritt, glaubt der Chef des WM-OK aber nicht.


Berlin - "Ich hoffe und wünsche, dass es ein Endspiel Deutschland gegen Brasilien gibt. In dem Zustand würde ich nicht viel auf die Mannschaft geben", sagte Beckenbauer bei der Vorstellung des Finalballs in der Hauptstadt. "Ich glaube aber an Jürgen Klinsmann und seine Mannschaft und denke, dass sie das durchziehen." Das DFB-Team müsse sich aber erheblich steigern, um das Endspiel am 9. Juli zu erreichen, so der 60-Jährige.

Für dieses hat Hersteller Adidas eine überwiegend in Gold gehaltene Kugel mit dem Namen "Teamgeist Berlin" produziert. "Sicher, der Ball ist immer noch rund, da ändert sich nichts. Aber es wird ein ganz besonderes Spiel werden. Das ist einfach großartig", sagte Beckenbauer.

Erstmals werden bei dem Turnier in Deutschland alle Spielbälle mit dem Namen des jeweiligen Spielortes, den Teams, dem Spieldatum und der Anstoßzeit versehen. Insgesamt werden 2880 Bälle für Spiele und Training bereit gestellt, darunter pro Mannschaft auch jeweils 20 "Teamgeist Berlin". 

Zugleich beschwerte sich Beckenbauer bei der Präsentation über den Fußball-Weltverband Fifa. "Die Fifa hat immer wieder Worte der Kritik für das WM-OK parat, die völlig überflüssig sind", monierte Beckenbauer: "Von uns aus könnte die WM morgen losgehen. Dann sind endlich all die Nebenschauplätze weg und wir wenden uns dem Wesentlichen, nämlich dem Fußball zu."

pav/sid/dpa



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