Kritik am Schiedsrichter DFB verurteilt Gladbachs Xhaka zu Geldstrafe

"Der Schiedsrichter hat in der Bundesliga nichts zu suchen": Für diese Worte wird Granit Xhaka vom DFB nun zur Kasse gebeten. Der Spieler von Borussia Mönchengladbach muss eine Geldstrafe bezahlen.

Xhaka (l.), Schiedsrichter Gagelmann: 3000 Euro Strafe für den Gladbacher
DPA

Xhaka (l.), Schiedsrichter Gagelmann: 3000 Euro Strafe für den Gladbacher


Hamburg - Granit Xhaka von Bundesligist Borussia Mönchengladbach muss wegen unsportlichen Verhaltens 3000 Euro Strafe zahlen. Der Schweizer Nationalspieler hatte nach der Niederlage beim SC Freiburg (2:4) und seiner Gelb-Roten Karte Schiedsrichter Peter Gagelmann heftig kritisiert.

"Wenn man da Gelb-Rot gibt, hat der Schiedsrichter in der Bundesliga nichts zu suchen. Er sollte da nicht mehr pfeifen. Ich fühle mich verschaukelt. Das war eine Frechheit", hatte der Mittelfeldspieler nach dem Abpfiff gesagt. Xhaka hatte sich am Ostermontag für seine Aussagen entschuldigt. Das Urteil des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist rechtskräftig.

tim/sid



insgesamt 15 Beiträge
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Karlsson auf dem Dach 24.04.2014
1. Maulkorb
In welcher Form dürfen Spieler und Vereinsoffizielle überhaupt Kritik an den Schiedsrichtern äußern? Oder soll hier der Eindruck erweckt werden, dass im deutschen Schiedsrichterwesen alles immer und jederzeit perfekt ist. Wenn ein Spieler für ein nicht existentes Foul, also das Fallen des Gegners ohne Berührung, eine Gelbe Karte oder sogar Gelb-Rot bekommt (wie auch bei Schweinsteiger gegen Rooney), dann sollte man das als Spieler auch in irgendeiner Weise kritisch kommentieren dürfen, ohne dafür direkt bestraft zu werden. Zensur führt bekanntlich nur zu aufgestautem Frust, der sich an anderer Stelle entlädt.
audiotom 24.04.2014
2.
Absolut lächerlich. Für das Aussprechen der Wahrheit bekommt er also eine Geldstrafe. Lächerlicher Verein dieser DFB. Kritik nicht erlaubt, wie im Nationalsozialismus.
petersolis 24.04.2014
3. Naja...
3000 Euro sind gesehen am Gehalt des Spielers recht wenig. Man müsste die Strafen in Prozent angeben. Dann zahlt der besser verdienende zwar mehr aber der Schmerz des Verlustes ist gleich. Das Geld könnte man gut für Jugendprojekte einsetzen ;)
axelmueller1976 24.04.2014
4. Hallo petersolis Und was Zahlen Schiris
Zitat von petersolis3000 Euro sind gesehen am Gehalt des Spielers recht wenig. Man müsste die Strafen in Prozent angeben. Dann zahlt der besser verdienende zwar mehr aber der Schmerz des Verlustes ist gleich. Das Geld könnte man gut für Jugendprojekte einsetzen ;)
Für Ihre Fehler ? Null , denn die stehen beim DFB unter Artenschutz.Wenn aber die Schiris für all Ihre Fehlentscheidungen bezahlen müßten käme viel Geld in Ihre Jugendkasse. Denn BL-Schiris bekommen für 90Min. Fehlleistungen ca.10 000.- Euro.
compiler 24.04.2014
5. optional
Auch wenn ich mich nicht beliebt machen werde, werde ich dochmal pro Schiedsrichter und DFB zu Wort melden. Kritik kann man immer auch intern artikulieren. Stellt euch mal vor, ein Schiedsrichter würde nach dem Spiel sagen, dass der Spieler xy aber schlecht war. Den Aufschrei möchte ich sehen... Abgesehen davon steht mit Sicherheit in allen Verträgen, dass solche öffentlichen Äusserungen zu unterlassen sind. Bei "normalen" Arbeitgebern wird es sicherlich auch nicht gerne gesehen, wenn Arbeitnehmer ihre Kollegen öffentlich (!) kritisieren. @axelmueller wieviel zahlen denn die Profis, wenn ihnen mal wieder ein kapitaler Bock unterlaufen ist? 10000€ pro Spiel ist auch reichlich übertrieben, die Aufwandsentschädigung beträgt 3000€ für ein Spiel der 1. BL (auch nicht schlecht, zugegeben) zuzüglich Fahrtkostenerstattung.
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