Große Klappe Uefa knöpft sich Ferguson vor

Alex Ferguson könnte sein loses Mundwerk teuer zu stehen kommen. Manchester Uniteds Trainer hatte behauptet, bei der Auslosung des Champions-League-Viertelfinales sei nicht alles mit rechten Dingen zugegangen. Nun hat die Uefa Ermittlungen gegen den Fußballcoach aufgenommen.


Alex Ferguson: "Es war falsch, das zu sagen"
AFP

Alex Ferguson: "Es war falsch, das zu sagen"

Manchester - "Es sind schöne Lose für die drei spanischen und italienischen Clubs. Man könnte meinen, sie haben sich selbst gezogen", mutmaßte Ferguson kürzlich in einem Interview, "die Italiener und Spanier sind sich aus dem Weg gegangenen. Dies kam nur zustande, weil die Uefa uns nicht im Finale haben will." Das Endspiel wird am 28. Mai im Stadion Old Trafford in Manchester ausgetragen.

Obwohl Spanien und Italien mit jeweils drei Teams im Viertelfinale vertreten sind, kommt es zu keinem rein italienischen oder spanischen Duell. Manchester United gastiert am Dienstag im Hinspiel bei Real Madrid, Ajax Amsterdam spielt gegen den AC Mailand. Am Mittwoch treffen Inter Mailand und der FC Valencia aufeinander, Juventus Turin misst sich mit Barcelona. Alle Spiele werden um 20.45 Uhr (Liveticker SPIEGEL ONLINE) angepfiffen.

Uefa-Pressesprecher Mike Lee bezeichnete Fergusons Aussagen als "dumm und unglücklich". In einer offiziellen Erklärung betonte der Fußball-Kontinentalverband am Dienstag, dass die Auslosung korrekt verlaufen sei. Der ManU-Coach habe sich jedoch ein Fehlverhalten geleistet. "Laut den Disziplinarregeln unterliegen die Mitgliedsverbände ebenso wie die Spieler und Offizielle den Prinzipien der Loyalität, Integrität und des Sportsgeistes", so die Uefa weiter.

Am 1. Mai wird sich die Kontroll- und Disziplinarkommission der Uefa mit dem Fall befassen. Eine Strafe für den als aufbrausend bekannten Schotten ist wahrscheinlich. Daran wird auch nichts ändern, dass sich Ferguson inzwischen von seinem ursprünglichen Statement distanziert hat. "Die Uefa hat mir versichert, dass die Auslosung fair abgelaufen ist. Es war falsch, das zu sagen, was ich gesagt habe", ruderte der 51-Jährige am Montag zurück.



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