Niederländischer Nationaltrainer Guus Hiddink tritt zurück

Die Niederlande brauchen einen neuen Nationaltrainer: Guus Hiddink tritt nach nur einem Jahr im Amt zurück. Grund ist das schwache Abschneiden der Oranje-Elf in der EM-Qualifikation.
Ex-Bondscoach Hiddink: "Ich finde es schade, dass es so gelaufen ist"

Ex-Bondscoach Hiddink: "Ich finde es schade, dass es so gelaufen ist"

Foto: Koen Van Weel/ dpa

Die zweite Amtszeit von Guus Hiddink als niederländischer Fußballnationaltrainer endet nach nicht mal einem Jahr. "Ich finde es schade, dass es so gelaufen ist", sagte der 68-Jährige in einer Mitteilung auf der Homepage des Verbandes KNVB.

Nach der WM im vergangenen Jahr und dem dritten Platz unter Louis van Gaal hatte Hiddink den Posten erneut übernommen. Schon von 1994 bis 1998 hatte er als Bondscoach gearbeitet. Nun ist er nach einer bislang enttäuschenden EM-Qualifikation zurückgetreten. Sein Vertrag war eigentlich bis zur EM im kommenden Jahr datiert.

Beide Parteien hätten beschlossen, das Arbeitsverhältnis vorzeitig zu beenden, teilte der KNVB ganz offiziell mit. Über die Nachfolge sei noch nicht entschieden. Niederländische Medien berichten, der bisherige Co-Trainer Danny Blind nun bereits zum neuen Chefcoach befördert werden. Der Ex-Nationalspieler galt ohnehin als potenzieller Nachfolger Hiddinks für die Zeit nach der EM 2016.

Hiddinks kurzer zweiter Auftritt als Nationalcoach seines Heimatlandes war wenig erfolgreich. In der EM-Qualifikation liegt die niederländische Mannschaft in der Gruppe A nur auf dem dritten Platz mit zehn Punkten aus sechs Spielen hinter Spitzenreiter Island (15) und der Tschechischen Republik (13).

"Ich bedaure diese Entwicklung", sagte der für den Profifußball zuständige KNVB-Direktor Bert van Oostveen. Leider sei die Arbeit von Hiddink in den Resultaten nicht für alle sichtbar. Man danke Hiddink aber für dessen Einsatz.

Zu Hiddinks größten Erfolgen als Trainer gehören der Gewinn des Europapokals der Landesmeister 1988 mit der PSV Eindhoven und der Gewinn des Weltpokals mit Real Madrid zehn Jahre später.

syd/sid/dpa