Halbzeitanalyse Brasilien mit Mühe


München - Vor 66.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner WM-Arena liefen die Brasilianer in der gleichen Formation wie noch beim 1:0 gegen Kroatien auf. Australiens Coach Guus Hiddink bot dagegen eine auf drei Positionen veränderte Mannschaft im Vergleich zum 3:1 gegen Japan auf. Tim Cahill, Doppeltorschütze gegen den Asienmeister, durfte von Beginn an spielen.

Im insgesamt vierten Duell der beiden Mannschaften, das unter der Leitung des deutschen Schiedsrichters Markus Merk aus Kaiserslautern stand, übernahmen die Brasilianer von Beginn an die Initiative. Bereits in der dritten Minute hatte Kaká, Schütze des einzigen Tores gegen Kroatien, die erste Großchance. Der zuletzt kritisierte Ronaldo legte für den Mittelfeldspieler auf, der aus rund 20 Metern abzog, das australische Tor jedoch knapp verfehlte.

Die Australier starteten ihre Offensivaktionen aus einer kompakten Defensive über die einzige Spitze, Kapitän Mark Viduka, ohne jedoch zunächst ernsthaft für Gefahr sorgen zu können. Die Brasilianer trugen ihre Angriffe häufig über Kaká vor, der im Mittelfeld mehr Akzente setzte als Weltfußballer Ronaldinho.

Das gescholtene Angriffsduo Ronaldo und Adriano zeigte sich deutlich engagierter. Vor allem Ronaldo, der sich allerdings nach einer abgepfiffenen Aktion eine unnötige Gelbe Karte wegen Ballwegschießens einhandelte, wurde in die Angriffe häufig einbezogen und zeigte eine wesentlich höhere Laufbereitschaft als gegen die Kroaten.

Hiddinks Team stand durch den umsichtigen Abwehrchef Lucas Neill sicher in der Defensive und versuchte über Konter zum Erfolg zu kommen. Zunächst scheiterte Jason Culina mit einem Distanzschuss (26.), wenig später ließ sich Sterjovski von einem Pfiff eines Zuschauers in aussichtsreicher Position irritieren und brach seine Aktion ab.

fpf/sid



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.