Hamburger Projekt HSV bietet Anteile an Spielern feil

Neuartige Geldquelle: Auf der Suche nach Finanzmitteln für zukünftige Millionen-Transfers geht der Hamburger SV ungewöhnliche Wege. Das geplante Projekt bietet Geldgebern die Möglichkeit, Anteile an Spielern aus dem Kader des Bundesligisten zu erwerben.


Hamburg - Mit einem neuen Konzept will der Hamburger SV zukünftige Millionen-Transfers finanzieren. Nach einem Bericht des "Hamburger Abendblatt" gibt es konkrete Pläne, einen Fonds zu gründen, in den Geldgeber investieren sollen, um damit prozentuale Anteile an bestimmten Spielern erwerben zu können.

HSV-Boss Hoffmann (r.): "Nur in einer Stadt wie Hamburg umsetzbar"
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HSV-Boss Hoffmann (r.): "Nur in einer Stadt wie Hamburg umsetzbar"

"Wir haben dieses Konzept entwickelt, das aus unserer Sicht nur in einer Stadt wie Hamburg umsetzbar ist, bezogen auf die wirtschaftliche Kraft, aber auch die Vernetzung zwischen HSV und der Stadt", sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann.

Die Entscheidung, ob ein Spieler verkauft wird oder nicht, soll aber weiter nur beim Club liegen. Einflussmöglichkeiten der Sponsoren bleiben ausgeschlossen. Eine Rendite würden Sponsoren nur erhalten, wenn ein Spieler mit Gewinn wieder transferiert werden könnte.

Eigentlich sollte das Konzept "Anstoß" bereits im Sommer 2008 umgesetzt werden, doch nach den Verkäufen von Rafael van der Vaart und Vincent Kompany für geschätzte 20 Millionen Euro war der Verein vorerst nicht auf die externen Geldzuflüsse angewiesen.

"Das ist auf jeden Fall eine Option für die Zukunft, die wir uns offen halten, wenn sich eine konkrete Chance bietet", sagte Hoffmann. Der HSV hatte im Sommer Mladen Petric und Nationalspieler Marcell Jansen sowie die beiden Brasilianer Alex Silva und Thiago Neves für geschätzte 25 Millionen Euro verpflichtet.

jok/sid



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