+++ Abstiegs-Ticker +++ Auch Jansen fällt gegen Schalke aus

Der Geist von Malente tut offenbar nicht, was er tun soll: Nach der Verletzung von Keeper Jaroslav Drobny ist nun auch Mittelfeldspieler Marcell Jansen nicht fit. Die Kritik der Kellerklubs am FC Bayern geht weiter. Alles zum Abstiegskampf im Überblick.

HSV-Spieler Jansen: Zerrung im Oberschenkel
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HSV-Spieler Jansen: Zerrung im Oberschenkel


Abstiegscountdown
+++ Streich kritisiert Kritiker +++

[15.30] Mit deutlichen Worten hat Christian Streich die Bundesliga-Konkurrenten im Abstiegskampf kritisiert, die dem FC Bayern München Wettbewerbsverzerrung vorwerfen. Für ihn sei so etwas undenkbar, sagte der Trainer des SC Freiburg: "In solchen Extremsituationen kommen die Charaktere heraus. Viele können mit dem Druck nicht umgehen."

Seine Mannschaft hatte vergangene Samstag mit 2:1 gegen den bereits feststehenden Meister aus München gewonnen. Danach hatten sich Wolfsburgs Manager Klaus Allofs und Hannovers Sportdirektor Dirk Dufner über das Auftreten der Münchner beklagt. "Ich käme niemals auf die Idee, Wolfsburg vorzuwerfen, dass sie zu schwach gespielt haben", sagte Streich im Hinblick auf das 2:2 des VfL gegen Hannover am 31. Spieltag. (psk/dpa)

+++ Jansen kann nur laufen +++

[15.02 Uhr] Der Hamburger SV muss gegen Schalke einen weiteren Spieler ersetzen: Neben dem gesperrten Kapitän Rafael van der Vaart fehlt auch Marcell Jansen. Der Mittelfeldakteur hat in Stuttgart (1:2) eine Muskelzerrung im Oberschenkel erlitten. "Er kann nur laufen, das wird nichts bis Samstag", sagte Trainer Bruno Labbadia am Donnerstag im Trainingslager in Malente. (psk/dpa)

+++ Stuttgart hat viele angeschlagene Spieler +++

[14.30 Uhr] Der VfB Stuttgart bangt vor dem Abstiegs-Endspiel beim SC Paderborn um den Einsatz mehrerer Spieler. Timo Baumgartl, Antonio Rüdiger, Daniel Didavi und Oriol Romeu mussten das Training des Tabellen-16. der Fußball-Bundesliga am Donnerstag wegen muskulärer Probleme abbrechen. "Das war eine Vorsichtsmaßnahme. Ich weiß nicht, ob sie spielen können, aber ich hoffe es", sagte Trainer Huub Stevens. Der angeschlagene Carlos Gruezo falle aus. (psk/dpa)

+++ Knäbel will Sportdirektor bleiben +++

[12 Uhr] Peter Knäbel will auch im Fall des Abstiegs seinen Vertrag beim Hamburger SV erfüllen. "Weglaufen gibt es bei mir nicht. Ich bin erst seit Oktober hier, wir wollen die Dinge in die richtige Richtung lenken. Da sind Dietmar Beiersdorfer und ich uns einig", sagte Knäbel dem "Kicker". Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat der Aufsichtsrat auf seiner Sitzung am Dienstagabend dem Sportdirektor und Vorstandschef Beiersdorfer das Vertrauen auch bei einem Abstieg ausgesprochen. (psk/dpa)

+++ Drobny fällt aus +++

[10.30 Uhr] Jaroslav Drobny kann dem Hamburger SV im Abstiegskampf nicht mehr helfen. Der Torhüter zog sich beim Trainingslager in Malente vor dem letzten Bundesligaspiel des Tabellenvorletzten am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gegen Schalke 04 eine Schultereckgelenksprengung zu und wird rund zehn Wochen pausieren müssen.

Der Tscheche ist zwar derzeit hinter René Adler nur die Nummer zwei im Hamburger Tor, hatte jedoch im vergangenen Jahr maßgeblichen Anteil daran, dass der HSV in den beiden Relegationsspielen gegen die SpVgg Greuther Fürth die Klasse halten konnte. Bis zum Ende der laufenden Spielzeit wird Regionalliga-Schlussmann Alexander Brunst den 35-Jährigen als Ersatzkeeper vertreten. (psk/sid)

+++ Finke kritisiert Bayern +++

Wilfried Finke, Präsident SC Paderborn, hat sich den zahlreichen Bayern-Kritikern angeschlossen. An Nils Petersens 2:1-Siegtor des SC Freiburg gegen den Meister aus München habe man "die Völlig-egal-Haltung der Bayern" deutlich ablesen können, erinnerte Finke im "Kicker" an den Auftritt des alten und neuen Titelträgers am vergangenen Samstag. Absicht will Finke den Bayern bei deren Auftritt in Freiburg nicht unterstellen. "Aber der Trainer hat vor Wochen gesagt, dass die Meisterschaft erledigt ist. Das geht auch in die Köpfe der Spieler", sagte Finke. (psk/dpa)

+++ Kind stellt Frontzek neuen Vertrag in Aussicht +++

[10 Uhr] Michael Frontzeck könnte weiter Trainer von Hannover 96 sein - wenn Hannover 96 die Liga hält. Das sagte Klub-Chef Martin Kind in einem Interview mit Bundesliga.de: "Wenn er den Klassenerhalt mit dieser Mannschaft erreicht, ist Frontzek unser erster Ansprechpartner in der Trainerfrage." Vor einem Monat hatte Frontzeck den Bundesligisten als Nachfolger von Tayfun Korkut übernommen, um den drohenden Abstieg zu verhindern. Sein Vertrag gilt bis Saisonende. (psk/sid)



insgesamt 14 Beiträge
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Steuerfuzzi 21.05.2015
1. Die fehlende Selbstreflektion
der Verantwortlichen jener Klubs, die gegen den Abstieg spielen ist einfach nur zum kotzen. Der FC Bayern mag ja vieles Schuld sein, aber dem Verein zu unterstellen den Abstiegskampf durch eigene Niederlagen zu beinflussen zeugt von fortgeschrittenen Realitätsverlust jener Herrschaften. Macht Euch lieber Gedanken über die eigene Einkaufspolitik, die unsinnigen Trainerwechsel und die Einstellung Eurer hochbezahlten Profis. Das bringt deutlich mehr, als andere für das eigene Versagen verantwortlich zu machen.
Hompster 21.05.2015
2. Mach et jut...
Nächste Saison wird dann wieder niemanden interessieren, was Herr Finke so zu sagen hat.
Abel Frühstück 21.05.2015
3.
Liebe FCB.Fans, euch sei die Meisterschaft gegönnt. Aber ehrlich, wenn der Trainer vorzeitigt, diese Meisterschafft für erledigt und uninteressant erklärt, ist das eben unsportlich. Völlig verständlich, dass sich die müden und von der CL enttäuschten Spieler da nicht mehr richtig reinhängen. Unter Jupp hätte das anders ausgesehen.
sackhuepfen 21.05.2015
4.
Der "Aufsichtsrat" des HSV hält nicht zuletzt deshalb an Beiersdorf und Knäbel fest, weil der Lakai vom Großspediteur noch weniger Ahnung davon hat, woher er jemals eine Alternative für die beiden bekommen sollte. In seinem Adressbuch stehen Containerverleiher – aber Sportdirektoren? Edelfan und Immobilienonkel Becken und dieser ominöse Boxpromoter wissen es erst recht nicht und dann wäre da ja noch – nachdem von Heesen vermutlich nicht ganz freiwillig den AR verlassen musste – Steinzeitkicker aus einer längst vergessenen Welt Peter Nogly. Das nenne ich mal geballte BuLi-Kompetenz – ganz nah am aktuellen Tagesgeschäft. Im Grunde sind die Zustände im Wasserkopp des HSV seit der Ausgliederung nicht ein Milligramm besser als vorher. Nur anders. Und was passiert eigentlich, wenn Kühne im Falle der 2. Liga dann doch plötzlich das Interesse am HSV verloren hat und einfach nicht zahlen will? Meine Glaskugel sagt, dass die anstehende Lizenzvergabe noch spannender als die mögliche Relegation wird.
gobocom 21.05.2015
5. Die Bayern...
Ich gönne den Bayern in Zukunft jede Meisterschaft, aber bitte erst am letzten Spieltag. Man kann gegen gewisse Gegner verlieren, aber die Ernsthaftigkeit gegen Augsburg oder Freiburg ließen sie dennoch vermissen und dann grenzt es eben schon an Wettbewerbsverzerrung. Man stelle sich mal vor, Bayern stünde aufgrund der letzten Niederlage nun nur auf Platz 2 .....
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