Remis gegen Darmstadt Achte Minute der Nachspielzeit - Hunt-Elfmeter rettet Heckings HSV-Debüt

Für den Hamburger SV hat die neue Saison in der zweiten Liga so begonnen wie die alte endete: enttäuschend. Beim Debüt von Trainer Dieter Hecking sorgte ein später Strafstoß zumindest noch für ein Remis gegen Darmstadt.

Späte Hamburger Freude dank Aaron Hunt (r.)
DPA

Späte Hamburger Freude dank Aaron Hunt (r.)


Der Hamburger SV und Darmstadt 98 haben sich am ersten Spieltag der neuen Zweitligasaison 1:1 (0:0) getrennt. Den Führungstreffer für die Gäste erzielte Tim Skarke (46. Minute), Aaron Hunt glich per Foulelfmeter aus (90.+8).

Sechs Zugänge bot Hamburgs neuer Trainer Dieter Hecking zum Saisonstart auf. Seine Mannschaft begann im Volksparkstadion offensiv: Bereits in der 14. Minute vergab Kapitän Hunt die große Chance zum 1:0, als er aus wenigen Metern das Gästetor verfehlte. Auch Jeremy Dudziak (27. Minute) konnte eine gute Gelegenheit nicht nutzen. Zudem hatte der HSV Pech, als ein strafstoßwürdiges Foul von Patrick Herrmann an Tim Leibold (25. Minute) trotz Überprüfung per Videobeweis nicht geahndet wurde.

Treffer früh und spät in der zweiten Hälfte

Gästetrainer Dimitrios Grammozis, als Aktiver zwischen 1998 und 2000 für den HSV aktiv, konnte mit der ersten Hälfte nicht zufrieden sein und brachte nach dem Wechsel seinen Joker Skarke. Eine sehr gute Entscheidung. Knapp 20 Sekunden waren im zweiten Durchgang gespielt, bis der neue Mann auf dem Platz jubeln durfte. Einen Fernschuss von Serdar Dursun konnte der von Darmstadt nach Hamburg gewechselte Daniel Heuer Fernandes nicht entscheidend klären, Skarke schob aus halblinker Position überlegt ein (46. Minute).

Ein Treffer, der die Gastgeber aus der Bahn warf. Torschüsse fanden fortan nur noch aus ungefährlichen Positionen statt, Darmstadts Torhüter Marcel Schuhen war kein einziges Mal ernsthaft gefordert. Auf der Gegenseite vergab Tobias Kempe mit einem Schuss aus der Drehung die Entscheidung (84.). Dann die Nachspielzeit: Dario Dumic holte im eigenen Strafstoß Manuel Wintzheimer von den Beinen - den fälligen Strafstoß verwandelte Hunt sicher ins rechte Eck (90.+8).

In der Vorsaison war der HSV lange auf Kurs Wiederaufstieg Richtung Bundesliga. In der Schlussphase der Spielzeit zog die Konkurrenz aber vorbei. Der HSV wurde Vierter.

Duell der Aufsteiger

Ein seltenes Bild - Wehen gewinnt ein Kopfballduell gegen den KSC
Andreas Schlichter/Bongarts/Getty Images

Ein seltenes Bild - Wehen gewinnt ein Kopfballduell gegen den KSC

Der Karlsruher SC hat das Duell der Neulinge beim SV Wehen Wiesbaden 2:1 (1:0) gewonnen. Marvin Pourié, Torschützenkönig der vergangenen Drittligasaison, hatte die Gäste in der 15. Minute in Führung gebracht. Sein Sturmpartner Philipp Hofmann erhöhte in der 61. Minute nach einer Ecke per Kopf auf 2:0. Daniel Kofi Kyereh konnte in der dritten Minute der Nachspielzeit auf 1:2 aus Sicht der Gastgeber verkürzen. In der Spielzeit 2018/2019 hatte Wehen noch beide Partien gegen den KSC gewinnen können.

Dämpfer für Bochum, Sieg für Aue

Die hoch gehandelten Bochumer haben zum Saisonstart eine überraschende Auswärtsniederlage hinnehmen müssen. Bei Jahn Regensburg verlor der VfL 1:3 (0:1). Benedikt Saller, der bereits in der vergangenen Saison den Premierentreffer des Jahn erzielen konnte, traf in der 42. Minute zum 1:0 für die Gastgeber. Sebastian Stolze erhöhte kurz nach der Pause auf 2:0 (50. Minute), Bochum zwar noch der Anschlusstreffer - Danny Blum verwandelte in der 76. Minute einen Handelfmeter - doch Tom Baack traf (90.+5) zum entscheidenden 3:1.

Die SpVgg Greuther Fürth unterlag Erzgebirge Aue 0:2 (0:1). Dimitrij Nazarov (25.) und Jan Hochscheidt (90.) sorgten für die Entscheidung beim Duell des letztjährigen Tabellen- 13. gegen den -14.

Montagsspiel in Bielefeld

In der abschließenden Partie des 1. Spieltags treffen am Montag Arminia Bielefeld und der FC St. Pauli aufeinander (20.30 Uhr).

mfu



insgesamt 25 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
frenzelwildau 28.07.2019
1. 8 Minuten Nachspielzeit
Ich dachte, 8 Minuten Nachspielzeit gibt es nur in der 1. Bundesliga und nur beim FC Bayern München.
schattengott 28.07.2019
2. typischer Videobeweis
Den Artikel hat wohl ein HSV - Fan verfasst. Der Schiri hat sich die Elferszene ca. 5 Minuten angesehen und man konnte nicht abschließend erkennen, ob der Darmstädter nun erst den Ball spielt oder nicht. Dennoch kommt Herr Hartmann dann zum Entschluß, dass er zuvor eine offensichtliche Fehlentscheidung getroffen hat und gibt den Elfer. Das passt nun gar nicht zusammen. Steht es 1-0 für den HSV und die Szene passiert auf der anderen Seite gibt er den Elfer niemals für Darmstadt.
schorri 28.07.2019
3. Der FC Bayern der 2. Liga
Zitat von frenzelwildauIch dachte, 8 Minuten Nachspielzeit gibt es nur in der 1. Bundesliga und nur beim FC Bayern München.
Der HSV ist offensichtlich der FC Bayern der 2. Liga. Aber immerhin hat der Schiri nicht bis zu einem möglichen 2. Elfmeter für den HSV weiterspielen lassen. So bis zur 125, Minute.
JPO 28.07.2019
4. Nee nee
@1 . Wir haben doch jetzt einen buli Trainer. Wir müssen Aufsteigen sonst rollen noch Köpfe im Vorstand. Das geht ja nun echt nicht! Also wird an allen Parametern geschoben ,äh ich meine gedreht....
spon1899 28.07.2019
5.
Geht schon wieder los mit dem Videobeweis. Eine eindeutige Sache war das ganz sicher nicht, also was greift der VAR dann ein? Unentschieden war zwar gerecht, aber so war das nicht ok.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.