Bundesliga HSV löst Stadionschulden ab

Finanzielle Entlastung für den Hamburger SV: Laut der Wochenzeitung "Zeit" gewähren Privatleute dem Klub eine Zwischenfinanzierung für die 25 Millionen Euro Stadionschulden.

Arena des Hamburger SV
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Arena des Hamburger SV


Dem Hamburger SV ist offenbar ein finanzieller Befreiungsschlag gelungen. Laut einem Bericht der "Zeit" hat der Bundesligist die noch ausstehenden 25 Millionen Euro Stadionschulden komplett abgelöst.

Das Geld kommt der Wochenzeitung zufolge von "vermögenden Privatleuten aus dem Umfeld des Vereins". Sie hätten dem HSV eine Zwischenfinanzierung gewährt, die bis Mitte kommenden Jahres laufen soll. Bis dahin wolle Finanzvorstand Frank Wettstein eine dauerhafte Lösung gefunden haben. Die wahrscheinlichste Option sei eine Anleihe. Sie könnte ein Volumen von 40 Millionen Euro und eine Laufzeit von fünf oder gar zehn Jahren haben.

Wettstein bestätigte der "Zeit" den Schuldendeal, der in den Tagen vor dem 2:1-Erfolg gegen Werder Bremen vereinbart worden sein soll. Ein großer Teil der Stadionschulden wäre in den kommenden Monaten fällig geworden. Dieses Szenario drohte die finanziellen Planungen für die kommende Spielzeit zu belasten.

Zudem hätte der HSV ohne die Zwischenfinanzierung unter Druck gestanden, die geplante Anleihe möglichst schnell - und damit eventuell zu ungünstigen Konditionen - zu begeben. Insgesamt hat der Klub Schulden in Höhe von rund 90 Millionen Euro.

cte



insgesamt 29 Beiträge
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Seite 1
Msc 28.04.2016
1.
Man hört immer es gäbe billiges Geld, Kredite zum Nulltarif etc. Hier ist ein ganzes Stadion als Sicherheit da, die Gewissheit, dass die Stadt den HSV niemals pleite gehen lassen würde und trotzdem muss man noch horrende Zinsen zahlen? Entweder verstehe ich etwas nicht oder der HSV (und bei den Finanzproblemen bei dem Fanaufkommen, denke ich eher an letzteres...)
Cpt. Haddock 28.04.2016
2.
Diese ökologische Umweltkatastrophe kann und darf Hamburg nicht zulassen. Mir geht es weniger um den Verein, als viel mehr um die Elbe.
klogschieter 28.04.2016
3. @ikaruzzz
Von diesem Verein kann man halten, was man will. Gern auch jede Menge Schlechtes. Aber auf den schönen Gedanken, dass Leute wie Sie weiterhin in den Türpfosten beißen, weil der HSV wieder mal nicht abgestiegen ist, also auf diesen Gedanken möchte ich nur höchst ungern verzichten.
Hartmut Schwensen 28.04.2016
4. Wie viel Prozent der Vereine krebsen ...
... eigentlich nicht am Hungertuch? Dass diese hochsubventionierte Branche (kostenfreie Polizeieinsätze, Unterstützung durch Kommunen (Schalke), etc.) selten Geld verdient, spricht nicht für ein ertragreiches Geschäftsmodell. Den Hamburger Kaufleuten sei geraten, sich Ihrer jahrhundertealter Tugenden bewusst zu werden, und das Geld lieber in andere Branchen zu investieren, die langfristig mehr ertrag erwirtschaften als in diese Hochrisikoanleihe.
hyperlord 28.04.2016
5.
Das ist ja nur der Neid des nackten Wurms.
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