Zweite Liga Hamburger SV trennt sich von Sportvorstand Ralf Becker

Der verpasste Aufstieg hat beim HSV weitere personelle Konsequenzen: Nach Trainer Hannes Wolf muss nun auch Sportvorstand Ralf Becker gehen. Sein Nachfolger wird Jonas Boldt, der zuletzt bei Bayer Leverkusen tätig war.

Ralf Becker (Archivbild vom Februar 2018)
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Ralf Becker (Archivbild vom Februar 2018)


Fußball-Zweitligist Hamburger SV hat sich von Sportvorstand Ralf Becker getrennt. Das teilte der Klub am Freitag mit. Der Aufsichtsrat des Vereins zog damit Konsequenzen aus dem enttäuschenden Saisonverlauf und dem verpassten Wiederaufstieg in die Bundesliga.

Becker war erst vor einem Jahr von Holstein Kiel zum HSV gewechselt. Sein Nachfolger wird Jonas Boldt, der zuletzt bei Bayer Leverkusen tätig war. Boldt soll noch am Freitag auf einer Pressekonferenz im Volksparkstadion vorgestellt werden. Zuletzt wurde der Name des 37-Jährigen auch bei Schalke 04, Borussia Mönchengladbachund RB Leipzig gehandelt.

Becker soll sich schon mit Hecking einig gewesen sein

Kurios: Nach Informationen des "Kicker" und des "Hamburger Abendblatt" soll sich Becker vor seiner Ablösung bereits mit einem neuen Trainer für die kommende Zweitligasaison einig gewesen sein: Dieter Hecking. Der 54-Jährige war in der abgelaufenen Bundesligasaison noch Trainer von Borussia Mönchengladbach. Ob Hecking auch nach der Beurlaubung Beckers kommt, ist ungewiss.

HSV-Klubchef Bernd Hoffmann hatte in einer Art Generalabrechnung zuletzt von dem "überflüssigsten Nichtaufstieg der Fußball-Geschichte" gesprochen und festgestellt, der sportliche Bereich beim HSV habe "im Winter begonnen zu kollabieren".

Am vergangenen Sonntag hatte Trainer Hannes Wolf den HSV letztmals vor seinem Abschied betreut. Wolf hatte im Oktober des vergangenen Jahres Christian Titz beim HSV beerbt, sein Vertrag lief noch bis 2020. Vor gut einer Woche wurde bekannt, dass sich der Verein von ihm trennt.

vks/dpa/sid

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insgesamt 36 Beiträge
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patsche2712 24.05.2019
1. Peinlich...
...peinlicher, HSV... Wieder jemand, der wahrscheinlich mit einem üppigen Salär bedacht wurde und nun über die Restlaufzeit seines Vertrages auf der heimischen Veranda seine Bezüge erhält. Weiß eigentlich noch irgendwer, wie viele Ex-Trainer, Ex-Sportdirektoren, Ex-Leiter der Lizenzspielerabteilung noch auf der Gehaltsliste de HSV stehen? Ein Verein mit solchen Ambitionen wird geführt von einem Haufen Dilettanten. Sicherlich ist der Aufstieg nach der kommenden Zweitliga-Saison von den im Verein verantwortlichen Personen schon als ausgemachte Tatsache verstanden worden, wie hart mag da wohl der Aufprall auf dem Boden der Tatsachen sein? Nürnberg, Hannover, evtl. auch Stuttgart, diese drei Konkurrenten auf zwei direkte Aufstiegsplätze gilt es für den HSV erst einmal in der Tabelle hinter sich zu lassen. Demut hat noch nie geschadet, ein Blick zB nach Kaiserslautern oder auch zu 1860 München reicht, um sich einer Tatsache bewusst zu werden, nur Tradition und Fussballromantinäk sind keine Garanten für sportlichen Erfolg.
hnf0506 24.05.2019
2. Herrlich!
Der HSV arbeitet konsequent daran im Gespräch zu bleiben. Auch in der zweiten Liga. Das ist auch eine Qualität!
icke_hier 24.05.2019
3. Alles klar bei Ihnen, Herr Hoffmann?
Der "überflüssigste Nicht-Aufstieg in der Fußball-Geschichte"?? Mein Gott, wenn Sie meinen, dass der HSV in die 9. Liga oder gar abgeschafft gehört, Herr Hoffmann, dann haben Sie vollkommen Recht. Andernfalls fragt man sich dann allen Ernstes, ob Sie aufgrund Ihrer Wahrnehmungsstörung nicht vielleicht völlig überflüssig sind!?
xbtfx 24.05.2019
4. Alter Falter....
... wie viel Trainer werden noch mal bezahlt, ohne dass sie arbeiten? Jetzt auch noch ein Sport-"Direktor" ? Klasse Verein! Der Entschluss, meine Dauerkarte nicht mehr zu verlängern war RICHTIG! Für mich gilt schon seit einiger Zeit nicht mehr NUR DER HSV sondern NIE MEHR HVS! ... und TSCHÜSS!
kaischek 24.05.2019
5. Warum nicht auch Herr Hoffmann?
Ich kann´s nur fühlen und nicht konkret belegen, aber aus meiner Sicht ist Herr Hoffmann die Wurzel allen Übels. Wie auch schon in seiner ersten Amtszeit für den HSV. Aus meiner Sicht ein Machtmensch, dessen Eitelkeit dem Verein weiter schaden wird.
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