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31. Januar 2018, 13:42 Uhr

Kickers akzeptieren HSV-Angebot für Hollerbach

"Aus Freundschaft zu Bernd"

Der Wechselstreit um Bernd Hollerbach ist beendet. Die Würzburger Kickers haben das "Entschädigungsangebot" des HSV angenommen. Das Geld will der Klub nicht behalten - es soll für soziale Einrichtungen nach St. Pauli gehen.

Der Vertragsstreit um Trainer Bernd Hollerbach zwischen dem Hamburger SV und den Würzburger Kickers ist beendet. Der Drittligist hat trotz Verärgerung das "Entschädigungsangebot" des Bundesligaklubs angenommen und damit nach eigenen Angaben die formale Voraussetzung für Hollerbachs Engagement bei den Hanseaten frei gemacht.

Der HSV hatte den 48-Jährigen am 22. Januar als Nachfolger von Markus Gisdol vorgestellt - zu diesem Zeitpunkt hatte Hollerbach jedoch noch einen Berater-Vertrag bei den Kickers.

"Objektiv muss man leider festhalten, dass der Umfang des Angebots dem Wert und den Qualitäten von Bernd sowie der Wichtigkeit seiner Verpflichtung in der aktuellen HSV-Situation nicht annähernd gerecht wird", sagte der Kickers-Vorstandsvorsitzende Daniel Sauer: "Wir nehmen es aber einzig und allein aufgrund der Freundschaft zu Bernd an."

Die Würzburger hätten den Verantwortlichen des HSV um Vorstandschef Heribert Bruchhagen "noch einmal mitgeteilt, dass man über die Versäumnisse eines korrekten Vorgehens, einer zeitnahen klaren Vereinbarung und nicht zuletzt über die mit dem Angebot selbst zum Ausdruck gebrachte geringe Wertschätzung absolut kein Verständnis habe", wie der Klub in einer Mitteilung schrieb.

Die Kickers hatte Hollerbach 2016 in die zweite Liga geführt. Im Folgejahr war der Klub in die dritte Liga abgestiegen, daraufhin hatte Hollerbach seinen Rücktritt erklärt, blieb dem Verein aber als Berater erhalten.

Wie es zu dem Streit um Hollerbachs zwei Verträge gekommen ist? Laut "Süddeutscher Zeitung" hatte HSV-Chef Heribert Bruchhagen mit dem falschen Ansprechpartner im Verein über eine Vertragsauflösung Hollerbachs verhandelt.

Das Geld vom HSV wollen die Kickers allerdings nicht behalten. Es soll an Kinder und Jugendliche gespendet werden. Eine Hälfte soll dabei auch sozialen Einrichtungen in Hamburg zu Gute kommen - im Stadtteil des Erzrivalen St. Pauli. Beim FC St. Pauli stand Hollerbach von 1991 bis 1995 als Profi unter Vertrag.

jan/sid

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