Zweite Liga Hannover besiegt Braunschweig - Ausschreitungen am Stadion

Hannover 96 ist neuer Tabellenführer der zweiten Liga. Beim Sieg gegen Braunschweig wurden fast 200 Eintracht-Fans in Gewahrsam genommen.

Hannovers Marvin Bakalorz (Mitte) kämpft mit Braunschweigs Quirin Moll um den Ball.
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Hannovers Marvin Bakalorz (Mitte) kämpft mit Braunschweigs Quirin Moll um den Ball.


Hannover 96 - Eintracht Braunschweig 1:0 (1:0)

Hannover 96 hat vorübergehend die Tabellenspitze in der zweiten Bundesliga übernommen. Dank eines Siegs gegen den Erzrivalen aus Braunschweig steht Hannover mit 56 Punkten auf Platz eins, der VfB Stuttgart würde mit einem Erfolg im Montagsspiel gegen Arminia Bielefeld wieder vorbeiziehen. Braunschweig ist Dritter (54 Punkte) und könnte noch von Union Berlin überholt werden.

Vor dem brisanten Niedersachsenderby war es am Stadion in Hannover zu ersten Auseinandersetzungen gekommen. Braunschweiger Fans hatten nach Angaben der Polizei versucht, die Arena zu stürmen. 183 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Danach sollen die Einsatzkräfte die Situation schnell im Griff gehabt haben.

Zum als Hochrisikospiel eingestuften Derby hatten Sicherheitsbehörden rund 1.500 gewaltbereite Fans erwartet. Im Stadion blieben ganze Blöcke zwischen den Braunschweig- und Hannover-Anhängern frei - als Pufferzonen. Statt 49.000 Zuschauer passten deshalb nur rund 43.000 in die Arena.

Auf dem Feld kam es Mitte der ersten Hälfte zum ersten Aufreger: Niclas Füllkrug köpfte Hannover nach einer Flanke von Edgar Prib in Führung (32. Minute). 96 war danach spielbestimmend, Großchancen gab es aber nicht, Braunschweig fehlten die Ideen.

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Niedersachsenderby: Tabellenführung, Festnahmen, Wasserwerfer

1. FC Nürnberg - Erzgebirge Aue 2:1 (1:0)

Aue ging mit einer Serie von vier Siegen und zwei Remis ins Spiel. Nach 24 Minuten und einem Abwehrfehler drohte der Erfolgslauf zu reißen, durch einen Treffer von Nürnbergs Tobias Kempe geriet Aue in Rückstand. Die zweite Hälfte begann aus Aue-Sicht besser: "Club"-Verteidiger Patrick Kammerbauer sah für eine Notbremse die Rote Karte, den anschließenden Freistoß verwandelte Mario Kvesic (51.). Trotz Unterzahl schlug Nürnberg zurück, Cedric Teuchert erzielte den Siegtreffer in der Schlussphase (82.).

Aue verlor damit zum ersten Mal unter Trainer Domenico Tedesco und bleibt mit aktuell zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz in Abstiegsgefahr. Nürnberg steht auf Position sieben und hat - angesichts von acht Zählern Punkten auf Rang 16 - nur noch theoretisch mit dem Abstieg zu tun.

jan



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
grätscher 15.04.2017
1.
Braunschweig, was die Fanszene angeht wohl genauso hohl wie die Karlsruher, braucht keiner!
unaufgeregter 15.04.2017
2. Ersatzkriege
Kaum vorstellbar, wie sich vermeintlich zivilisierte Menschen aufführen. Ich hoffe, dass die Festgenommenen für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden.
Sponti@abwesend.de 15.04.2017
3.
Top, solche Spiele sollten grundsätzlich als Geisterspiel ohne Zuschauer stattfinden, kann doch nicht sein wegen diesen Un-Fans über 2500 Polizisten nur bei dem Spiel vor Ort sein müssen. Auch Werder gegen Hamburg ist so ein Spiel kein Zuschauer und rund ums Stadion und Stadt bleibt es friedlich !
frietz 15.04.2017
4.
Zitat von unaufgeregterKaum vorstellbar, wie sich vermeintlich zivilisierte Menschen aufführen. Ich hoffe, dass die Festgenommenen für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden.
leider wird dies nicht passieren. die werden schon wieder frei sein. die würden bei mir erst mal über Ostern im Knast sitzen zwecks Personenüberprüfung u.ä. Dann wird der Arbeitgeber informiert, was seine Mitarbeiter am Wochenende so anstellen. Ich glaube, dann würden viele mal das evtl vorhandene Hirn einschalten.
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