Hannover 96 Kind bescheinigt Korkut "nicht die erfolgreichste Arbeit"

Eigentlich liebäugelt man in Hannover ganz gerne mit dem Europacup. Die Realität lautet Platz elf. 96-Klubboss Martin Kind ist deshalb unzufrieden und erhöht den Druck auf Trainer Tayfun Korkut.
Hannovers Präsident Kind (l.), Trainer Korkut (r.): "Nicht die beste Arbeit"

Hannovers Präsident Kind (l.), Trainer Korkut (r.): "Nicht die beste Arbeit"

Foto: imago

Hamburg - Präsident Martin Kind von Hannover 96 hadert mit dem Saisonverlauf. Der 70-Jährige hat vor dem Duell seines Vereins mit Bayern München am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) den Druck auf Trainer Tayfun Korkut erhöht. "Ich schätze Herrn Korkut sehr. Aber für uns als Verein geht es darum, seine Arbeit und die Ergebnisse seiner Arbeit zu beurteilen", sagte Kind der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung".

Zur Frage, ob er mit der derzeitigen Situation zufrieden sei, antwortete Kind: "Darüber haben wir noch kein abschließendes Urteil gefällt. Aber es ist nicht die erfolgreichste Arbeit."

Hannover wartet im Jahr 2015 weiter auf den ersten Sieg und verfügt als Tabellenelfter noch über einen Vorsprung von fünf Punkten auf einen direkten Abstiegsplatz. "Ich glaube, dass er ein guter Trainer ist, der sicher noch Erfahrung sammeln muss. Aber: Er braucht die Ergebnisse", sagte Kind.

Korkut wurde am 31. Dezember 2013 als Nachfolger von Mirko Slomka bei den 96ern. In den vergangenen zwölf Spielen führte der 40-Jährige sein Team zu lediglich einem Sieg. Nach der Partie gegen die Bayern warten mit Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund weitere schwierige Aufgaben". "Stand heute bin ich sehr optimistisch, dass wir aus den nächsten drei schweren Spielen drei Punkte holen werden", sagte Kind, der Hannover langfristig gerne im Europacup etablieren möchte.

chp/sid/dpa
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