Nachfolger von Löw Flick wird neuer Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft

Er galt als Topfavorit und nun meldet der DFB Vollzug: Hansi Flick wird nach der EM auf Bundestrainer Joachim Löw folgen. Der ehemalige Bayern-Coach soll die Nationalmannschaft bis zur Heim-EM 2024 anführen.
Hansi Flick nach der zweiten Meisterschaft mit dem FC Bayern am vergangenen Samstag

Hansi Flick nach der zweiten Meisterschaft mit dem FC Bayern am vergangenen Samstag

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Sven Hoppe / dpa

Hansi Flick wird neuer Bundestrainer und soll die Nationalmannschaft im Anschluss an die Europameisterschaft in die kommenden beiden Großturniere führen. Der Vertrag läuft bis 2024, in diesem Jahr richtet der DFB die Europameisterschaft aus.

»Meine Vorfreude ist riesig, denn ich sehe die Klasse der Spieler, gerade auch der jungen Spieler in Deutschland. So haben wir allen Grund, die kommenden Turniere, zum Beispiel die Heim-EM 2024, mit Optimismus anzugehen«, sagte Flick.

Flick folgt auf Joachim Löw, der seinen Posten nach der EM nach 15 Jahren an der Spitze des Nationalteams aufgeben wird. Von 2006 bis 2014 hatte Flick bereits als Co-Trainer unter Löw gearbeitet. Als Löw im EM-Viertelfinale 2008 gesperrt war, gewann das DFB-Team mit ihm als Aushilfscoach 3:2 gegen Portugal.

Nach dem WM-Sieg 2014 in Brasilien wurde er beim DFB Sportdirektor. 2017 verließ der ehemalige Bayern-Profi überraschend den Verband, um sich eine Auszeit zu nehmen. Ein halbes Jahr später wurde er Geschäftsführer bei der TSG Hoffenheim – das Projekt währte aber nur einige Monate.

Dienstbeginn im September

In den vergangenen anderthalb Jahren machte er sich dann beim FC Bayern München einen Namen als Cheftrainer. Als Nachfolger von Niko Kovač hatte er die Münchner zu sechs Titeln geführt, Höhepunkt war der Gewinn der Champions League im vergangenen August mit einem Finalsieg über Paris Saint-Germain. Auch in der gerade abgelaufenen Bundesliga-Saison führte Flick die Bayern zum Meistertitel – bat allerdings um Vertragsauflösung.

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DFB, Hoffenheim, Bayern – und zurück zum DFB

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Im September beginnt die Arbeit des 56-Jährigen mit der Qualifikation für die WM 2022 in Katar. Die DFB-Mannschaft steht nach drei Spielen nur auf dem dritten Platz ihrer Gruppe J, da das Heimspiel gegen Nordmazedonien verloren wurde. Gegen Liechtenstein, Armenien und Island geht es für Flick direkt um die Rückeroberung des ersten Platzes, der für die sichere Qualifikation nötig ist.

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»Er stand von Anfang an ganz oben auf meiner Wunschliste. Die menschlichen und fachlichen Qualitäten von Hansi Flick kenne und schätze ich seit unseren vielen gemeinsamen erfolgreichen Jahren bei der Nationalmannschaft«, teilte DFB-Direktor Oliver Bierhoff mit. »Wir haben ein großes gemeinsames Ziel: zurück an die Weltspitze.«

krä/dpa/sid
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