Hartmann-Suspendierung Neid und Missgunst in der ARD

Bei großen Fußballspielen wird Waldemar Hartmann vorerst nicht mehr im Rampenlicht stehen. Die ARD stellte den Moderator kalt. Angeblich soll zwischen "Weißbier-Waldemar" und seinen Kollegen Katerstimmung geherrscht haben.


 Interview mit Völler (r.): ARD-Moderator Hartmann in seinem Element
ARD / DPA

Interview mit Völler (r.): ARD-Moderator Hartmann in seinem Element

Hamburg - Hartmann war gestern von der Programmleitung eine Denkpause verordnet worden, nachdem er die Umstrukturierung der Sportschau öffentlich kritisiert hatte. Für die nächsten Fußball-Höhepunkte, Bundesliga und Länderspiele, wird Hartmann nicht eingesetzt. "Es hat zu viele Spannungen gegeben", begründet ARD-Programmchef Günter Struve die Suspendierung des 56-Jährigen.

Die "Bild"-Zeitung berichtet heute von zunehmendem Neid unter den ARD-Mitarbeitern. So sei Hartmann im ständigen Zwist mit Sportchef Hagen Boßdorf gewesen, seitdem dieser ihn nicht für die Moderation der Sportschau berücksichtigt habe. Stattdessen wurden Reinhold Beckmann, Gerhard Delling und später noch Monica Lierhaus für diese Aufgabe ausgewählt, was Hartmann überhaupt nicht passte. Zuvor hatte er bereits mit der Sportchefin des Bayrischen Rundfunks, Marianne Kreutzer, im Kompetenzstreit gelegen.

Außerdem sollen einige Kollegen Hartmann missgönnt haben, dass er einen persönlichen Werbevertrag mit einer Weißbier-Brauerei abschließen konnte. Diese war nach dem legendären Wutausbruch Rudi Völlers im Interview mit Hartmann an den ARD-Moderator herangetreten.



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