Verdacht der Untreue Hausdurchsuchungen beim Deutschen Fußball-Bund

70 Beamte im Einsatz: Mit einer groß angelegten Razzia geht die Frankfurter Staatsanwaltschaft gegen den DFB vor. Die Behörde ermittelt wegen des Verdachts der Untreue gegen einen ehemaligen DFB-Verantwortlichen.
DFB-Logo an der Zentrale in Frankfurt am Main

DFB-Logo an der Zentrale in Frankfurt am Main

Foto: imago sportfotodienst / imago/Hartenfelser

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ermittelt wegen des Verdachts der Untreue gegen einen ehemaligen Verantwortlichen des Deutschen Fußball-Bunds. Die Behörde bestätigte Hausdurchsuchungen in der DFB-Zentrale, der Privatwohnung des früheren Funktionärs sowie in Geschäftsräumen von fünf Unternehmen am Donnerstag.

Zuerst hatte das ZDF von den Hausdurchsuchungen berichtet. »Ein ehemaliger Verantwortlicher des DFB soll im Namen des DFB einen Dienstleistungsvertrag mit einer Kommunikationsagentur geschlossen haben. Aufgrund dieses Vertrags soll der DFB insgesamt 360 000 Euro an die Kommunikationsagentur gezahlt haben«, teilte die Staatsanwaltschaft mit. »Bei dem Vertrag soll es sich um einen bloßen Scheinvertrag gehandelt haben.«

Den Namen des früheren Funktionärs nannte die Behörde nicht. Wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue wird auch gegen einen Verantwortlichen der Kommunikationsagentur ermittelt. An den Durchsuchungsmaßnahmen in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Berlin und Bremen seien insgesamt rund 70 Beamte beteiligt gewesen.

vgl/dpa/sid
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