Bayer Leverkusen Herrlich muss gehen, Bosz kommt

Platz neun in der Tabelle, nur sieben Siege aus 17 Spielen: Heiko Herrlich stand bei Bayer Leverkusen schon länger in der Kritik. Nun hat sich der Klub von seinem Trainer getrennt. Peter Bosz übernimmt.

Heiko Herrlich
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Heiko Herrlich


Zwei Siege in Folge waren nicht genug: Heiko Herrlich ist nicht länger Trainer von Bayer Leverkusen. Das bestätigte der Klub am Sonntagvormittag. Nachfolger wird der ehemalige BVB-Coach Peter Bosz.

Rudi Völler, Geschäftsführer Sport bei Leverkusen, begründete die Entscheidung in einer Klub-Mitteilung: "Bis zuletzt hatten wir die Überzeugung und den Willen, mit ihm als Cheftrainer die Wende zum Guten zu schaffen. Doch leider ist mittlerweile eine Stagnation in der Entwicklung des Teams nicht mehr zu leugnen."

Leverkusen ist nach dem Ende der Bundesliga-Hinrunde Tabellen-Neunter mit sieben Siegen, drei Unentschieden und schon sieben Niederlagen. Zuletzt gelangen allerdings zwei Erfolge gegen Schalke (2:1) und Hertha BSC (3:1). Im Achtelfinale des DFB-Pokals trifft Bayer Anfang Februar auf Heidenheim, in der Zwischenrunde der Europa League wartet Mitte Februar FK Krasnodar aus Russland.

Der 55 Jahre alte Niederländer Bosz hat zuletzt Borussia Dortmund trainiert. Er hatte den Klub zu Beginn der Saison 2017/2018 übernommen, nach einem sehr guten Start rutschte der BVB mit Bosz aber ab. Am 10. Dezember 2017 trennte sich Dortmund von dem Trainer, damals übernahm der Österreicher Peter Stöger beim BVB.

Bayer will nun versuchen, "unter der sportlichen Leitung von Peter Bosz unseren ambitionierten Ansprüchen so schnell wie möglich wieder gerecht zu werden", so der Vorsitzende der Bayer 04-Geschäftsführung, Fernando Carro. Bayers Sportdirektor Simon Rolfes verspricht sich "offensiven, temporeichen und begeisternden Fußball". Insbesondere mit Ajax Amsterdam habe Bosz bewiesen, "dass er junge Spieler verbessern, Mannschaften formen und auch international etablieren kann".

luk/dpa



insgesamt 40 Beiträge
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th2609 23.12.2018
1. Absolut lächerlich
... was dort Rudi Völler (seit Jahren) durchzieht. Anstatt sich über den Aufwärtstrend zu freuen und nach Weihnachten durchzustarten (nur dtei Punkte bis Platz 5, KO-RUNDE der EL erreicht) wird völlig unnötig Unruhe in den Verein gebracht. Anscheinend hat daneben auch Völlers fußballerische Sachverstand gelitten bei dem Nachfolger.
sametime 23.12.2018
2. Egal
Offenbar waren dem Verein die Leistungen egal, wollte man Bosz doch schon früher haben. Aber was wird, wenn Bosz ähnlich "erfolgreich" wie in Dortmund agiert?
Papazaca 23.12.2018
3. Der Verantwortliche für die BVB-Seuchensaison ist ..
die neue Hoffnung? Dann also Bosz. Herrlich war sicher nicht überzeugend. Aber Bosz? Man darf starke Zweifel an der Vereinsführung haben. Gut, das es nicht mein Verein ist.
robin-masters 23.12.2018
4. Immer wieder der Trainer
anstatt mal die Mannschaft zu tauschen.. ;-) Bei einigen Vereinen die ca. 4x in der Saison den Trainer getauscht haben (HSV, Stuttgart, Ingolstadt etc.) stellt man sich da echt die Frage wie intelligent der Vorstand ist.
macfan 23.12.2018
5. Unverständlich
Zitat von Papazacadie neue Hoffnung? Dann also Bosz. Herrlich war sicher nicht überzeugend. Aber Bosz? Man darf starke Zweifel an der Vereinsführung haben. Gut, das es nicht mein Verein ist.
Herrlich hatte einen Durchhänger, hatte aber in den letzten Spielen die Wende geschafft. Auch die Spieler sahen das so und signalisierten, zum Trainer zu stehen. Da ist der Rausschmiss ohne Not schon unverständlich. Und Bosz hat beim BVB sicherlich nicht für eine Empfehlung gesorgt.
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