Hertha - 1860 Berlins erster Heimsieg

Drei Auftritte im Olympiastadion brauchte es, ehe Hertha BSC Berlin am Sonntag die ersten drei Heimpunkte dieser Saison erzielen konnte.


Sechzigs Häßler versucht sich an der Berliner Mauer
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Sechzigs Häßler versucht sich an der Berliner Mauer

Berlin - Davon, dass die Hertha mit dem 2:1 (0:1)-Erfolg über den TSV 1860 München ihre momentane Krise überwunden hat, kann indes keine Rede sein. Denn es bedurfte am Sonntagabend vor 27.914 Zuschauern in Berlin einer gewaltigen Kraftanstrengung der Mannschaft von Trainer Jürgen Röber und tatkräftiger Mithilfe der Gäste, ehe am Ende drei Punkte verbucht werden konnten.

"Aufgrund der größeren Spielanteile geht der Sieg absolut in Ordnung", versuchte Röber hinterher zu erläutern. Sein Münchner Kollege Werner Lorant war vielleicht ein bisschen mehr an der Wahrheit dran: "Es war hier viel mehr drin. Eigentlich war es heute schwerer, zu verlieren als zu gewinnen."

Gästeführung zwangsläufig

Das Bemühen der Gastgeber, nach den bisher mäßigen Darbietungen etwas Kredit beim Publikum zurückzuerlangen, war spürbar, aber am Ende kam das Tor der Sechziger in der ersten Halbzeit gerade mal bei einem Freistoß von Marcelinho (22.) und einem Alleingang von Sebastian Deisler (20.) in Gefahr.

Und so war es irgendwie zwangsläufig, dass nicht die Berliner, sondern die Gäste in Führung gingen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff markierte Paul Agostino nach schöner Vorarbeit von Thomas Häßler mit einem Lupfer das 1:0 für die "Löwen".

Eigentor brachte Hertha auf die Siegesstraße

In der 59. Minute fiel dann der Ausgleich. Aber es war kein Herthaner, sondern der Sechziger Filip Tapalovic, der den Ball per Kopf im eigenen Gehäuse versenkte.

Und schließlich sorgte dann Torjäger Michael Preetz in der 79. Minute mit einem Kopfball für die Entscheidung. Negativer Höhepunkt der Partie waren zwei Platzverweise in der 88. Minute für den Herthaner Alex Alves und den Münchner Vidar Riseth, jeweils wegen Tätlichkeit.


Hertha BSC Berlin - 1860 München 2:1 (0:1)
0:1 Agostino (45.)
1:1 Tapalovic (59., Eigentor)
2:1 Preetz (79.)
Berlin: Kiraly - Schmidt, van Burik (27. Simunic), Sverrisson - Rehmer, Maas, Goor (46. Neuendorf) - Deisler, Marcelinho - Alves, Preetz
München: Jentzsch - Hoffmann, Zelic, Pfuderer - Borimirow, Wiesinger (46. Tapalovic), Riseth, Weissenberger - Häßler (65. Dheedene) - Schroth (22. Max), Agostino
Schiedsrichter: Wagner (Hofheim)
Zuschauer: 27.914
Rote Karten: Alves und Riseth nach Tätlichkeiten (88.)
Gelb-Rote Karte: Dheedene wegen wiederholten Foulspiels (80.)
Gelbe Karten: Deisler (3) / Schroth (3), Borimirow (2), Riseth (2)



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