Umbruch bei Hertha BSC Präsident Gegenbauer und Finanzchef Schiller geben ihre Ämter auf

Den Klassenerhalt hat Hertha BSC erst in der Relegation gesichert, jetzt geht es an die Aufarbeitung der Saison. Klubchef Gegenbauer reagiert auf die wachsende Kritik an ihm und zieht Konsequenzen.
Hertha-Boss Werner Gegenbauer geht nach 14 Jahren

Hertha-Boss Werner Gegenbauer geht nach 14 Jahren

Foto: Cathrin Müller / IMAGO / MIS

Werner Gegenbauer tritt als Präsident von Hertha BSC zurück. Der 71-Jährige hat der »Wirtschaftswoche« entsprechende Medienmeldungen bestätigt.

Am Dienstagabend erklärte er dann seinen Schritt. Es gebe Momente für Neuanfänge, wird er in einer Mitteilung  zitiert: »Und ich denke und spüre, dass heute ein solcher Moment gekommen ist. Mit meinem Entschluss möchte ich einen Neuanfang für die Zukunft von Hertha BSC einleiten«, schrieb Gegenbauer.

Der zuletzt auch von Millioneninvestor Lars Windhorst hart kritisierte Klubchef sei damit einer möglichen Abwahl bei der Mitgliederversammlung des Berliner Fußball-Bundesligisten am Sonntag zuvorgekommen. Gegenbauer hatte den Verein seit 2008 geführt. Er war zuletzt massiv in die Kritik geraten und für die sportliche Misere des Klubs mitverantwortlich gemacht worden.

Neben Gegenbauer gibt laut »Tagesspiegel« auch Finanzchef Ingo Schiller sein Amt auf. Damit wäre Fredi Bobic der einzig verbliebene Geschäftsführer der Berliner, nachdem im vergangenen Jahr bereits Carsten Schmidt aus persönlichen Gründen zurückgetreten war.

Bobic will am Dienstagmittag auf einer Pressekonferenz die Lage des Klubs schildern. Hertha hatte am Montagabend durch ein 2:0 im Rückspiel der Relegation gegen den Hamburger SV die Klasse gehalten.

aha/sid/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.