Nach Abbruch wegen Rassismusvorwürfen U16-Spiel wird gegen Hertha gewertet

Wegen mehrfacher Beleidigungen hatten Jugendfußballer von Hertha BSC ein Spiel vorzeitig für beendet erklärt. Das sei zwar nachvollziehbar, aber nicht gerechtfertigt gewesen, hieß es nun vom Verband.

Nach den Rassismusvorwürfen durch U16-Jugendspieler von Hertha BSC und dem anschließenden Spielabbruch ist die Partie der B-Junioren-Regionalliga aus dem Dezember für die Berliner als verloren gewertet worden.

Nach Angaben der Hertha waren die Nachwuchsspieler während der Partie im Dezember von Spielern des Gegners VfB Auerbach wiederholt rassistisch beleidigt worden und hatten daher das Spielfeld in der 68. Minute beim Stand von 2:0 verlassen. Dieser Abbruch war am Samstag vor dem Sportgericht des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) verhandelt worden.

Der NOFV geht nach eigenen Angaben zwar davon aus, dass die Vorwürfe zutreffen. Diese seien während des Spiels aber nicht korrekt angezeigt worden, wodurch entsprechende Strafmaßnahmen verhindert worden seien, hieß es in der Mitteilung . Das Verlassen des Spielfelds sei daher zwar nachvollziehbar, nicht aber gerechtfertigt gewesen, weshalb der Verein verwarnt und das Spiel mit 0:2 gegen die Hertha gewertet worden sei.

Gleichzeitig teilte der NOFV mit, dass sportgerichtliche Verfahren gegen den VfB Auerbach und zwei seiner Spieler eingeleitet wurden.

sak/dpa
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