Hintergrund Fakten zum Weltpokal-Finale in Tokio


Champions-League-Sieger Bayern München will den Fußball-Weltpokal am Dienstag in Tokio gegen die Boca Juniors aus Buenos Aires zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte nach 1976 gewinnen. Damals setzte sich der Europapokalsieger der Landesmeister aus München in zwei Endspielen gegen Cruzeiro Belo Horizonte (2:0, 0:0) aus Brasilien durch. Gerd Müller (80.) und Jupp Kapellmann (82.) erzielten im Hinspiel vor 22.000 Zuschauern in München die Tore. Im Rückspiel erkämpften sich die Bayern vor 117.000 Zuschauern in Belo Horizonte ein 0:0. Fakten zum Weltpokal-Finale:


DEUTSCHE SIEGER: Außer Bayern München 1976 hat als deutsche Mannschaft nur Borussia Dortmund den Weltpokal bislang gewonnen. Unter Trainer Nevio Scala und Sportdirektor Ottmar Hitzfeld bezwang der BVB 1997 im Finale in Tokio Cruzeiro Belo Horizonte 2:0. 1983 unterlag der Hamburger SV im Finale gegen Gremio Porto Alegre (Brasilien) 1:2 nach Verlängerung. Sechs Jahre zuvor bestritt Borussia Mönchengladbach anstelle von Europapokalsieger FC Liverpool die Endspiele und verlor gegen die Boca Juniors (2:2, 0: 3). 1974 verzichteten die Bayern auf seine Teilnahme, und 1975, als München als Europapokalsieger ebenfalls qualifiziert war, wurde der Wettbewerb nicht ausgetragen.


MODUS: Im Weltpokal-Finale gibt es kein "Golden Goal". Steht es nach 90 Minuten unentschieden, wird das Spiel um zweimal 15 Minuten verlängert. Gibt es dann immer noch keinen Sieger, findet ein Elfmeterschießen statt.


SPIELKLEIDUNG: Der FC Bayern spielt in der gleichen Ausrüstung wie beim Champions-League-Finale am 23. Mai in Mailand gegen den FC Valencia: rotes Trikot, rote Hose, rote Stutzen. Boca Juniors Buenos Aires tritt in seinen Original-Trikots an: blau-gelbe Shirts, blaue Hosen, blaue Stutzen.


ZUSCHAUER: Das alte Olympiastadion von Tokio ist mit 55.000 Zuschauern ausverkauft. 15.000 argentinische Fans werden erwartet, den FC Bayern begleiten rund 1000 Anhänger.


SCHIEDSRICHTER: Der Däne Kim Milton Nielsen, 1,96 Meter groß, 41 Jahre alt und von Beruf Manager, leitet das Finale. Seine Assistenten werden Jörgen Jepsen (Dänemark) und Mikael Nilsson (Schweden) sein. Die Bayern haben mit dem routinierten Dänen gute Erfahrungen gemacht: Nielsen leitete vor einem halben Jahr schon das Champions League-Halbfinale der Bayern gegen Real Madrid (2:1).


FERNSEHEN: Das ZDF überträgt das Spiel am Dienstag ab 10.50 Uhr live. Anstoß ist um 11.13 Uhr. Johannes B. Kerner moderiert die Sendung, Bela Rethy kommentiert die Partie. Das Weltpokal-Finale wird in 188 Länder weltweit übertragen. Rund eine Milliarde Menschen wird das Spiel voraussichtlich am Bildschirm verfolgen.


TITELVERTEIDIGER: Die Boca Juniors sind auch Titelverteidiger. Das Team von Trainer Carlos Bianchi gewann das Weltpokal-Finale 2000 gegen Real Madrid 2:1 (2:1). Torschützen waren vor 52.511 Zuschauern für die Argentinier zweimal Martin Palermo (3./6.), der mittlerweile für den FC Villarreal in Spanien spielt, und für Madrid Roberto Carlos (12.).



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