Hodenkrebs Erfolgreiche Operation – Hertha-Profi Boëtius braucht keine Chemotherapie

Vor rund einer Woche bekam Herthas Jean-Paul Boëtius die Diagnose Hodenkrebs. Nun steht fest: Die Operation ist geglückt. Trainer Schwarz rät allen Spielern zu einer Vorsorgeuntersuchung.
Vielleicht bald wieder auf dem Platz: Jean-Paul Boëtius

Vielleicht bald wieder auf dem Platz: Jean-Paul Boëtius

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IMAGO/O.Behrendt / IMAGO/Contrast

Fußballprofi Jean-Paul Boëtius vom Fußball-Bundesligisten Hertha BSC braucht nach seiner Hodenkrebsoperation keine Chemotherapie.

Am Freitag erhielt der Mittelfeldspieler, der vor einer Woche operiert worden war, die positiv ausgefallenen Ergebnisse, wie Herthas Pressesprecher Max Jung auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag (15.30 Uhr, TV: Sky) mitteilte.

»Die Länderspielpause war sehr emotional für uns mit dem Befund von Djanga. Deshalb freuen wir uns, dass es einen ähnlichen Verlauf gibt wie bei Marco«, sagte Hertha-Trainer Sandro Schwarz.

Bereits im Juni musste sich mit Marco Richter der erste Herthaner einer Hodenkrebsoperation unterziehen, benötigte aber ebenfalls keine Chemotherapie. Anschließend erzählte er dem SPIEGEL von seinem Weg zurück auf den Platz. 

Die Bundesliga-Kollegen Timo Baumgartl vom Lokalrivalen 1. FC Union und Sebastien Haller von Borussia Dortmund benötigten dagegen eine Chemotherapie. Baumgartl feierte bereits sein Comeback wie auch Richter, Haller wird noch einige Zeit ausfallen.

Angesichts der sich häufenden Fälle hat das Trainerteam der Berliner »ganz klar die Empfehlung ausgesprochen, dass sich alle Spieler vorsorglich untersuchen lassen«, sagte Schwarz und fügte an: »Ich habe es Anfang der Woche selbst gemacht.«

kjo/dpa
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